Fuerteventura im Winter: Meine Geheimtipps für die karge Schönheit
Während Deutschland im Schneechaos versank, stand ich barfuß im Atlantik. Das milde Klima der Kanaren macht die Insel zum idealen Fluchtort im deutschen Winter – und „Fuerte" ist für mich längst mehr als nur ein Reiseziel geworden.
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"Fuerte" - gestern und heute
Zu meiner Zeit als Hoteleinkäufer mochte ich die spröde Insel nicht besonders. Zu trocken, zu weit die Wege zwischen den Orten. Heute kann ich das nicht mehr nachvollziehen. Etwas abseits der Touristenzentren ist Fuerteventura ein regelrechter Kraftort für mich geworden. In diesem Artikel zeige ich dir meine Lieblingsorte – einige kennst du vielleicht aus meinem Bericht von 2023, andere habe ich erst jetzt entdeckt.

Wenn das Licht Magie wird
Fuerteventura ist mit 20 Millionen Jahren die älteste Kanareninsel – und man sieht es der kargen Hügellandschaft an. Was die Insel so besonders macht, sind die Farben, die sich im Lauf des Tages auf faszinierende Weise ändern.
Die Sonnenuntergänge sind einfach magisch, wenn sich die Berge farblich verwandeln – Ockertöne werden zu Goldgelb, sie glühen förmlich. Dieses „besondere Licht Fuerteventuras" hat schon viele Menschen begeistert – ich verstehe jetzt, warum.

Mit 1.660 Quadratkilometern ist Fuerteventura nach Teneriffa die zweitgrößte Kanareninsel, dabei aber mit knapp 120.000 Einwohnern sehr dünn besiedelt. 150 Kilometer Sandstrände, einige davon zu den schönsten Europas zählend, und über 1.000 Flechtenarten – ganz so karg ist die Insel also gar nicht.

Der Naturpark von Corralejo: Mein Lieblingsort
Wenn ich vom Flughafen über die Küstenstraße nach Norden fahre, tauchen die hellen Dünen nach etwa 20 Minuten auf. Jedes Mal beschleunigt mein Herz ein wenig. Der Parque Natural de Corralejo ist nach wie vor meine erste Anlaufstelle auf der Insel.


Die Eroberung der hohen Dünen ist ein gutes Beintraining. Mit jedem Schritt nach oben versinken die Füße im feinen Sand. Oben angekommen, wird die Anstrengung belohnt: Der Blick schweift über den Atlantik bis zu den Inseln Lobos und Lanzarote. Der Wind pfeift, das Meer rauscht unten in verschiedenen Blautönen, und ich fühle mich unglaublich lebendig.

Surfer finden hier ihr Paradies, aber nicht nur die. An vielen Abschnitten kannst du wunderbar schwimmen – ich empfehle Badeschuhe, da der feine Sandstrand hier und da von felsigen Abschnitten unterbrochen wird. Eine Strandwanderung ist fast ein meditatives Erlebnis. Vor Jahren habe ich hier Yoga am Strand praktiziert, mit dem Rauschen der Wellen als Soundtrack.

Lebhaftes Corralejo
Der Fischerort Corralejo selbst ist in den vergangenen Jahren zu einem größeren touristischen Zentrum gewachsen. Viele Bars, Geschäfte und Restaurants reihen sich aneinander. Ich frage mich jedes Mal, warum einige Männer bei nicht gerade sommerlichen Temperaturen mit freiem Oberkörper durch den Ort spazieren – nun ja. Etwas kanarische Atmosphäre findest du noch am Hafen. Von hier kannst du mit der Fähre zur praktisch unbewohnten Nachbarinsel Lobos (ein lohnenswerter Tagesausflug!) oder nach Lanzarote fahren.


Tipp: Per Zufall habe ich das kleine Restaurant On the Rocks im Einkaufszentrum El Campanario entdeckt, das einem kanarischen Dorf nachempfunden wurde uns sich von den anderen gesichtslosen Malls angenehm abhebt. Im On the Rocks hat mir neben leckeren Tapas und einer guten Weinauswahl vor allem der besondere Service gefallen.
Kurios: Die Villa Tabaiba direkt am Ortseingang von Corralejo. Carlos Calderón Yruegas, ein Architekt/Künstler aus Sevilla, hat hier eine kleine Kunstoase mit vielen Pflanzen und Skulpturen geschaffen. Ein Besuch lohnt sich!

Lajares: Wo Lebenskünstler und Surfer sich treffen
Auf Lajares trifft die Bezeichnung „hip" wirklich zu. Vor meiner ersten Inseltour sitze ich auf der Dachterrasse des beliebten „El Goloso", vor mir ein dampfender Café Solo und beobachte das bunte Völkchen, das hier ebenfalls seinen Koffeinschub und köstliche Leckereien genießt.

Obwohl der Strand acht Kilometer entfernt ist, gilt Lajares als Hochburg für Surfer. Hier hat sich eine alternative Szene mit Lebenskünstlern etabliert – Menschen, die dem Massentourismus den Rücken gekehrt haben und sich ihr eigenes kleines Paradies geschaffen haben. Entsprechend bunt sind die Cafés, Läden und Restaurants. Alles ohne großen Touristentrubel. Herrlich.
Tipp: Samstags von 10 bis 14 Uhr findet ein beliebter kleiner Markt für Kunsthandwerk statt.
Nur wenige Kilometer entfernt erhebt sich der 278 Meter hohe Vulkan Calderón Hondo mit seinem gigantischen Krater. Der Aufstieg lohnt sich – mehr dazu findest du in meinem Artikel von 2023.

Weitsicht am Mirador de Vallebrón
In 20 Minuten gelangst du von Lajares zum Aussichtspunkt in den Bergen des Naturschutzgebietes Vallebrón, ganz in der Nähe von La Oliva. Der Wind pfeift von allen Seiten, also unbedingt eine Jacke mitnehmen. Aber der Aufstieg wird mit einer eindrucksvollen Aussicht über den Nordosten der Insel belohnt. Im Hintergrund ragt der Tindaya auf, der heilige Berg der Guanchen, der Ureinwohner Fuerteventuras.

Das Besondere bei meinem Besuch: Nach einigen Regenfällen war die karge Landschaft förmlich ergrünt – ein seltener Anblick auf dieser doch recht trockenen Insel.

Alles Käse – im besten Sinne
Den Besuch in Vallebrón lässt sich wunderbar mit dem Käsemuseum in Antigua verbinden. Das Museo del Queso informiert interaktiv über Ursprung und Herstellung des köstlichen, international preisgekrönten Majorero-Käses. Nebenbei erfährst du auch einiges über den vulkanischen Ursprung der Insel. Die Windmühle im Garten ist ein hübsches Fotomotiv – abgesehen von der Katze, die es sich im Souvenirshop neben der Kasse bequem gemacht hat und mich mit halbgeschlossenen Augen mustert.

Öffnungszeiten: Mai bis Oktober täglich 10–18 Uhr, November bis April täglich 9:30–17:30 Uhr
Eintritt: Erwachsene 4 €, Kinder (4-11 Jahre) 2,50 €, Kinder unter 3 Jahren kostenlos


El Cotillo: Spektakuläre Natur und Lässigkeit
Diesen malerischen Ort an der Nordwestküste habe ich bereits mehrfach besucht. Dieses Mal entdecke ich Ecken, die ich vorher nicht kannte – und sie rauben mir fast den Atem.

Der rot-weiße Leuchtturm El Tostón
Zehn Fahrminuten außerhalb des Zentrums thront der 33 Meter hohe Leuchtturm über der wilden Küste. Die Kombination aus rot-weißem Turm und tosender Brandung bietet imposante Fotomotive. Im Erdgeschoss ist ein Fischereimuseum untergebracht, das du dienstags bis samstags zwischen 10:45 und 17:00 Uhr besichtigen kannst.

Auf einem kurzen Rundweg mit Infotafeln zur Entstehung der Insel entdecke ich herrliche Sandbuchten und bizarre Felsformationen. Überall liegen versteinerte Lebenswesen – ein Paradies für Hobby-Paläontologen. Eine ältere Dame sitzt strickend vor ihrem Wohnmobil und grüßt mich freundlich. Hier stehen viele solcher Gefährte, manche mit deutschen Kennzeichen. Aussteiger, digitale Nomaden, Menschen auf der Suche nach Freiheit unter kanarischer Sonne.

Die atemberaubenden Klippen
Auf meinem Rückweg zur Ortsmitte wollte ich im Café Cactus nahe dem Sandstrand Marfolin einkehren – leider hatte es über den Jahreswechsel geschlossen. Beim nächsten Mal! Ich komme am El Hotelito vorbei, einer winzigen Herberge mit nur vier Zimmern. Vielleicht wäre das etwas für meinen nächsten Besuch.

Kurz hinter dem kleinen Ortszentrum entdecke ich dann die Klippen von El Cotillo. Ich wundere mich, dass es mich nicht schon früher hierher verschlagen hat. Die Felswände fallen steil ins Meer ab, die Gischt spritzt meterhoch, und der Wind trägt das Salz bis zu mir herauf. Hier spürst du die rohe Kraft des Atlantiks. Drei Jungs haben es sich auf einer Klippe bequem gemacht - ich frage mich ernsthaft, wie sie dahin gekommen sind.


Der Torre del Tostón, ein Wehrturm aus dem 18. Jahrhundert, ist ein hübsches Fotomotiv. Über eine Steintreppe und eine kleine Zugbrücke mit Eisenketten kannst du ihn während der Öffnungszeiten für 1,50 Euro (Stand Januar 2026) besichtigen. Direkt daneben steht ein fast sechs Meter langes Walskelett. Das Tier strandete 2004 als trauriges Resultat der mittlerweile verbotenen Militärübungen an der Küste.


Gaumenfreuden mit Meerblick
Zeit für eine Mittagspause! Ich entscheide mich für das schicke Nana mit hübscher Terrasse und Meerblick. Fusionküche ist hier angesagt, selbst Veganer kommen hier auf ihre Kosten. Ich genieße mein Essen mit Blick auf das Meer und freue mich über diesen ganz besonderen Silvestertag.

Mit seinen gerade mal 1.500 Einwohnern ist El Cotillo weniger touristisch als das 20 Fahrminuten entfernte Corralejo. Der Ort besticht durch seine Lässigkeit. Die Boutiquen heben sich angenehm von den üblichen internationalen Billigmarken ab, es gibt sogar einen kleinen Bioladen. Eine Katze sitzt fotogen vor einem Fenster mit blauen Läden, Instagram ruft! El Cotillo verfügt über einige Hotels, allerdings würde ich mich hier eher für ein Ferienapartment entscheiden. Das passt besser zum Flair des sympathischen Ortes.



Sonnenuntergang am Meer
Ein paar Tage später muss ich unbedingt nochmal zum Sonnenuntergang nach El Cotillo. Nach einem Bummel über die Uferpromenade kehre ich im „Vaca Azul" ein, einem auch bei Einheimischen sehr beliebten Restaurant direkt am Meer, spezialisiert auf Fischgerichte. Der sympathische Besitzer erzählt mir, dass das Restaurant in ein paar Tagen ein paar Meter weiter umzieht. Das werde ich dann bei meinem nächsten Besuch testen.


Ich sitze auf der Terrasse, bestelle Tapas, und die Sonne taucht langsam ins Meer. Das Farbspektakel beginnt. Das ist Fuerteventura. Das ist mein Kraftort.

Ruhige Alternativen: Villaverde und La Oliva
Gut zehn Autominuten von Corralejo liegt das etwas verschlafene Örtchen Villaverde – ideal, um dem touristischen Rummel zu entfliehen. Ich wollte mir zwei kleine ländliche Hotels ansehen, die jedoch leider über Silvester/Neujahr geschlossen waren. Für ruhesuchende Gäste bestimmt eine gute Alternative.

Ganz außergewöhnlich ist die schicke Casa Montelongo im ebenfalls ruhigen Nachbarort La Oliva. Die Kombination aus traditioneller Architektur, Kunst und modernem Design hat mich beeindruckt – das kommt definitiv auf meine Liste für den nächsten Besuch. Ein Leihwagen ist hier natürlich unabdingbar, die Strände von El Cotillo oder Corralejo erreichst du in gut 15 Minuten.


In Villaverde gibt es ein paar gute Restaurants. Mir hat das bei Einheimischen sehr beliebte El Horno mit seinem interessanten Interieur und kanarischem Essen gut gefallen. Natürlich habe ich hier wieder meine geliebten „papas arrugadas" genossen – Kartoffeln mit Schale und zwei pikanten Saucen, die für mich zu jedem Fuerteventura-Besuch dazugehören.

Betancuria: Die schönste Zeitreise der Insel
Man mag es kaum glauben: Betancuria war von 1404 bis 1834 die Hauptstadt Fuerteventuras. Heute leben nicht einmal 1.000 Menschen in dem beschaulichen Bergdorf, das in keinem Fuerteventura-Programm fehlen darf.
Neben dem Kirchlein Santa Maria de Betancuria besticht der Ort durch zahlreiche hübsche Cafés und Restaurants.

Auf meinem Weg Richtung La Pared gönne ich mir einen Kaffee im La Sombra – vielleicht dem schönsten Restaurant im Ort mit einem tropisch anmutenden Garten. Palmen werfen Schatten auf die Tische, Kakteen blühen in leuchtenden Farben, und für einen Moment fühlt es sich an, als wäre ich in einer Oase gelandet.

Wichtig: In Betancuria gibt es keine einzige Tankstelle! Tanken kannst du entweder in Antigua oder Tuineje, beide etwa 15 Autominuten entfernt.
Panoramen, die den Atem rauben
Kurz vor Betancuria führt die Straße zum Mirador Morro Velosa auf 650 Metern Höhe. Ein Fotostopp lohnt sich hier auf jeden Fall. Bei klarem Wetter erkennst du sogar die Dünen von Corralejo in der Ferne. Imposant sind auch die Statuen am Valle de las Cuevas sowie etwas später die der Guanchen-Könige Guyse und Ayose, die nicht zu übersehen sind.

Palmen im Barranco Río Palmas
Einen weiteren Stopp Richtung La Pared lege ich in der im fruchtbaren Barranco gelegenen Gemeinde Vega de Río Palmas ein. Auffallend sind die vielen Kanarischen Dattelpalmen und Tamarisken – ungewöhnlich für das sonst so trockene Fuerteventura.


Gut einen Kilometer entfernt kannst du auf der Hauptstraße rechts zum Barranco de las Peñitas abbiegen. Hier finden die Palmen ausreichend Grundwasser, um üppig zu gedeihen. Die enge Schlucht mit steil aufragenden Felswänden und Wasserbecken ist spektakulär – kein Wunder, dass diese Gegend Schauplatz zahlreicher Filme wie „Exodus" war.

Mirador LAS PEÑITAS: Greifvögel und wilde Ziegen
Diesen Aussichtspunkt auf dem Weg von Betancuria nach Pájara kannst du nicht verfehlen. Die Aussicht über den Barranco de Río Palmas bis hin zum Atlantik ist atemberaubend. Mit etwas Glück erspähst du eindrucksvolle Greifvögel, die über den Schluchten kreisen.

Auf der Serpentinenstraße sehe ich immer wieder wilde Ziegen. Fuerteventura wurde früher „Isla de las Cabras" genannt – die Insel der Ziegen. Beeindruckt haben mich auch die Radfahrer, die sich die Straße hinaufquälen. Immer wieder ragen Palmen aus den schroffen Bergen. Ganz unten im Tal erkenne ich einsame Gehöfte. Wohnen da wirklich Menschen? Es soll Bewohner von Fuerteventura geben, die noch nie das Meer gesehen haben.

Mein Mittagessen hatte ich im malerischen Ajuy an der Küste geplant, das ich bereits 2023 besucht hatte. Der Dreikönigstag machte mir einen Strich durch die Rechnung – an diesem hohen spanischen Feiertag hatten nur wenige Restaurants geöffnet und der Andrang war groß. In meinem Bericht von 2023 findest du weitere Fotos von Ajuy und den imposanten Höhlen.

La Pared: Surferparadies mit Mikroklima
Die Fahrt führt weiter durch atemberaubende Vulkanlandschaften nach La Pared im Süden. Ein Halt am Mirador de Sicasumbre bei Pájara ist ein Muss. Auf 231 Metern Höhe bietet der Aussichtspunkt nicht nur spektakuläre Blicke, sondern auch wissenschaftlich fundierte Informationen zur Sternenbeobachtung. Tafeln erläutern die Positionen verschiedener Sternbilder, und für ambitionierte Himmelsbeobachter stehen Vorrichtungen bereit, um Teleskope oder Kameras zu installieren.

Bei meinem Besuch bläst ein sehr starker Wind – eine warme Jacke ist empfehlenswert.
Ein Ort für Surfer und Sonnenanbeter
Vom Mirador de Sicasumbre ist es nur ein kurzer Weg bis La Pared. Fast verpasse ich die Abfahrt von der Hauptstraße, weil mir die Schotterpiste nicht geheuer erscheint. Nach etwa 150 Metern erreiche ich dann die Hauptstraße mit Palmen und Gehwegen.
Außer einer Hotelanlage und bunten privaten Bungalows, von denen viele an Feriengäste vermietet werden, gibt es hier nicht viel. Beim Aussteigen fällt mir ein Surfer mit – kein Scherz – einem fast bis zum Boden reichenden Dreadlock-Zopf auf. Surfer sind schon ein besonderes, cooles Völkchen.

Zu meiner großen Freude entdecke ich das hübsche Caveto Café. Ich treffe Verena, die nette deutsche Besitzerin, die seit zehn Jahren auf „Fuerte" lebt. Es bleibt nur wenig Zeit für einen Plausch, da ich an diesem Tag bei weitem nicht der einzige Gast bin. Ich bestelle Smoothie, Bowl und Espresso. Auf der kleinen Terrasse gibt es keinen freien Sitzplatz mehr, so dass ich mich auf eine Mauer hocke. Als zwei Damen von ihrem Tisch aufstehen, sitze ich ruckzuck an selbigem. Da schmeckt der Kaffee noch besser!

Magische Klippen
Dann zieht es mich zu den Klippen über dem Meer. Die Aussicht bis zu den berühmten Bergen von Cofete raubt mir den Atem. Wieder bläst ein sehr starker Wind, der mir fast die Kamera aus der Hand reißt. Das hält mich jedoch nicht davon ab, Fotos vom tosenden Meer und den Surferstränden zu machen. Zum Baden ist es hier zu gefährlich – die Strömungen sind tückisch.

Was für ein magischer Ort! La Pared ist übrigens auch für sein Mikroklima gerühmt. Die ausgeglichenen und gering schwankenden Temperaturen sollen ideal für Menschen mit Erkrankungen der Atemwege sein.


Meine Route an diesem Tag: Puerto del Rosario – Mirador de Vallebrón – Vega de Río Palmas – Betancuria – Pájara/Ajuy – Mirador de Sicasumbre – La Pared. Die Strecke ist mit den empfohlenen Pausen und Besichtigungen leicht in sechs bis sieben Stunden zu bewältigen. Der Rückweg nach Puerto del Rosario führt über die gut ausgebauten Straßen zur Westküste und dauert gut eine Stunde.
Pozo Negro: Ein beschaulicher Sonntag
Ein weiterer Ausflug führt mich nach Pozo Negro an der Ostküste, etwa 30 Fahrminuten südlich von Puerto del Rosario. Das abgelegene Fischerdörfchen wird wenig besucht und verfügt über einen schwarzen Lavakiesstrand.

Direkt am Strand befinden sich zwei einfache Restaurants. In einem genieße ich eine köstliche Tortilla mit Blick auf das sehr nahe Meer. Ein paar Kinder spielen am Strand, während sich die Eltern in der Sonne ausruhen. Was für eine himmlische Ruhe – ideal für einen entspannten Sonntag. Zum Abschluss kredenzt mir die Besitzerin des Restaurants noch ein Schnäpschen. Salud!

Tipp: Auf dem Weg nach Pozo Negro ist die archäologische Fundstätte La Atalayita sehenswert (über eine Schotterpiste erreichbar). Hier findest du Überreste der Ureinwohner und wilde Ziegen in einer wahren Mondlandschaft. An diesem Tag bin ich allein mit den hübschen Ziegen – tut auch mal gut!


Praktische Informationen
Anreise nach Fuerteventura
Der internationale Flughafen liegt 5 km von der Hauptstadt Puerto del Rosario entfernt. Alle gängigen deutschen Chartergesellschaften fliegen die Insel in gut vier Stunden an. Von Morro Jable im Süden und Corralejo im Norden verkehren regelmäßig Fähren zu den Nachbarinseln.

Das Wetter auf Fuerteventura
Das Klima auf den Kanaren gilt als eines der besten der Welt – nicht umsonst werden sie „Inseln des ewigen Frühlings" genannt. Fuerteventura hat im Durchschnitt nur 5 Regentage im Jahr, richtig kalte Tage gibt es kaum. Im Meer kannst du das ganze Jahr über schwimmen.

Unangenehm wird es nur während weniger Wochen im Jahr, wenn die „Calima" Einzug hält – ein Wüstenwind aus der Sahara, der Hitze und jede Menge Sandstaub mit sich bringt. Ich erinnere mich, früher schon mal von Staub zugedeckte Autos gesehen zu haben.
Übernachten auf Fuerteventura
Die Auswahl an Unterkünften ist groß. Auf der Seite vom Patronato de Turismo de Fuerteventura findest du alle Optionen, auch die sogenannten „alojamientos rurales" – Unterkünfte auf dem Land.
Meine Empfehlungen:
• In Puerto del Rosario: Hotel Mirador de Fuerteventura (ehemals ein Parador) in bester Lage am Meer
• Gehobenes Segment: Secrets Bahía Real Resort & Spa in Corralejo – gilt immer noch als das beste Hotel der Insel
• Nähe Flughafen: Sheraton Fuerteventura Golf & Spa Resort in Caleta de Fuste
• Mein Favorit für den nächsten Besuch: Casa Montelongo in La Oliva mit interessanter Mischung aus traditioneller Architektur, Kunst und modernem Design


Unterwegs auf Fuerteventura
Fuerteventura verfügt über ein gutes Linienbusnetz mit 17 Linien, die den nördlichen und südlichen Teil der Insel verbinden. Ich empfehle jedoch die Anmietung eines Leihwagens oder sogar eines Jeeps. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Cofete) sind die Straßen gut ausgebaut. Für sportlich Ambitionierte empfiehlt sich ein Fahrrad.


Die wichtigsten Entfernungen vom Flughafen:
• Corralejo: 39 km, ca. 40 Minuten
• Morro Jable: 84 km, ca. 1 Stunde 15 Minuten
• Costa Calma: 65 km, ca. 60 Minuten
• Caleta de Fuste: 8 km, ca. 10 Minuten
Weitere Infos über Fuerteventura findest du auf der Seite vom Patronato de Turismo.


Deine Fuerteventura-Geschichten
Warst du schon einmal auf Fuerteventura? Falls ja, berichte mir doch von deinen Lieblingsorten auf dieser außergewöhnlichen Insel. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!


P.S. Herzlichen Dank an das Patronato de Turismo und an Sandra Waldherr Hansen, Verkaufsdirektorin im Secrets Bahía Real Resort & Spa, für die vielen Tipps. Meine Reise wurde vom Patronato de Turismo de Fuerteventura mit einem Leihwagen unterstützt. Dies hat meine Bewertungen jedoch in keiner Weise beeinflusst. Hotels und Verpflegung habe ich selbst bezahlt.
Diese Reise habe ich im Anschluss mit einem kurzen Aufenthalt in Las Palmas de Gran Canaria kombiniert, einer meiner Lieblingsstädte. 2023 habe ich einen Artikel über die größte Stadt der Kanaren geschrieben. Sollte dich auch die Nachbarinsel Lanzarote interessieren, schau am besten auf meinen Reisebericht.



