Lobos - die Magie einer unbewohnten Insel

03.01.2019

(Artikel enthält Werbung für die Atlantis Hotels)

Pure Glücksgefühle auf Fuerteventura

Schon die Fahrt vom Flughafen Fuerteventura nach Corralejo löst wahre Glücksgefühle in mir aus. Statt der neuen Autobahn nehme ich lieber die Küstenstraße. Nach gut 20 Minuten sehe ich dann die geliebten Dünen im Naturpark – tief durchatmen! Mittlerweile besuche ich meine Lieblingsinsel einmal im Jahr – und das ist mir längst nicht genug. Fuerteventura hat einfach eine beruhigende Wirkung. Und es ist so schön, aus dem spätherbstlichen Wetter in Deutschland sozusagen in den Frühling auf die Kanaren zu reisen - und das Anfang Dezember!


Foto: Mein absoluter Lieblingsstrand - Corralejo! - Tija Mikeli

Erst mal einen Kaffee

Im wunderbaren Gran Hotel Atlantis Bahía Real angekommen, trinke ich meinen obligatorischen Espresso in der Mirador Bar und genieße die Aussicht auf den Atlantik und die Insel Lobos. Diesmal steht ein Ausflug auf diese so gut wie unbewohnte Insel auf dem Programm, was für ein toller Kontrast zum Aufenthalt im besten Hotel Fuerteventuras!

Foto: Erst mal in der Bar Mirador entspannen - Tija Mikeli

Ein ganz cooler Guide

Wieder ist Andreas Caliman mein Guide. Ich kann mir keinen besseren vorstellen als diesen coolen Deutschen, der seit über 20 Jahren auf Fuerteventura lebt und die Insel so gut wie kaum ein zweiter kennt. „Lass uns um 9 Uhr los, dann können wir noch ein Käffchen im Hafen trinken.“ Aber gerne, lieber Andreas. Dann schippern wir zusammen mit 10 anderen Neugierigen los und sind 15 Minuten später in einer völlig anderen Welt. „Hierher kommen viele, denen es selbst auf Fuerteventura noch zu trubelig ist,“ erzählt Andreas. Auf Lobos lernt man eine ganz andere Kanarische Insel kennen. Hotels? Fehlanzeige.

Foto: Meist barfuß unterwegs - Reiseführer Andreas - KHL

Lobos, die spröde Schöne

Das Inselchen ist gerade mal 4,58 qkm groß und steht – Gott sei Dank – seit 1982 unter Naturschutz. Sehenswürdigkeiten? Natur. Die Insel Lobos ist unbewohnt, was allerdings nicht ganz stimmt. Aber dazu später. Die Montaña La Caldera mit ihren 127 m ist nicht zu übersehen, ein wuchtiger Klotz im Meer zwischen Fuerteventura und Lanzarote. Lobos entstand vor 15.000 und 30.000 Jahren und war einmal mit Fuerteventura verbunden. Der Name stammt von der Mönchsrobbe („lobo marinero“), die hier bis zu ihrer Ausrottung im 15. Jahrhundert stark vertreten war. Aber auch ohne diese Tiere gibt es auf der Insel Lobos viel zu sehen.

Foto: Willkommen auf Lobos! - KHL

Fernab der Zivilisation

Die freundlichen Männer auf der kleinen Fähre (verkehrt im Winter 3 Mal pro Tag) helfen den Besuchern aus dem wankenden Boot. Wir sind in einer komplett anderen Welt. Mondlandschaft, ausser dem Besucherzentrum weit und breit kein Zeichen der Zivilisation. Ein mit Lavasteinen begrenzter Weg gibt die Wanderroute vor. „Ich zeige Dir erst mal die Playa de la Concha,“ sagt Andreas und Minuten später sind wir an einem herrlichen Sandstrand ohne Menschen. An diesem Tag ist es etwas bewölkt und angenehm warm. An heißen Tagen sind ein guter Sonnenschutz und Kopfbedeckung ratsam, denn es gibt auf Lobos kaum Bäume bzw. schattige Plätzchen. Ich kann mich an den Vulkangesteinen nicht satt sehen. Überall sprießen grüne Büsche, teilweise auch Blumen, denn vor Wochen hat es auf den Kanaren kurz sehr heftig geregnet. Was für ein toller farblicher Kontrast zum dunklen Lavagestein. Und ideal zum Wandern.

Foto: Grüne Farbtupfer auf dunklem Gestein - KHL

Gipfelstürmer und ein gefiederter Freund

Nun steht eine kleine alpine Herausforderung bevor – 127 m wollen bewältigt werden! Für 2019 habe ich mir ja mehr Outdoor-Aktivitäten vorgenommen, also rauf auf den Berg, der ja eher ein Hügel ist. Der Weg ist vorgegeben, schließlich soll man ja auch nicht jeden Winkel der Insel Lobos betreten. Gut 15 Minuten und wir haben es geschafft. Der Lohn ist ein unvergleichlicher Ausblick auf Lobos, Fuerteventura und Lanzarote. Ich sehe das Gran Hotel Atlantis Bahía Real in Corralejo mal aus einer ganz anderen Perspektive und genieße mit Andreas ein Picknick, das wir im Hotel für unseren Ausflug bekommen haben. Ein Rabe beobachtet, wie ich auf den Felsbrocken hin und her rutsche, um mein sensibles Hinterteil nicht zu sehr zu strapazieren.

Foto: Der Herr der Lüfte auf Lobos - KHL

Foto: Oben angekommen! - KHL/Andreas Caliman

Gutes Klima!

Ansonsten könnte ich hier Stunden verbringen! Aber es gibt ja noch einiges auf Lobos zu sehen, so z.B. die vielen kleinen Vulkane, von den Einheimischen liebenswert „hornitos“ (Öfchen) genannt. Andreas erklärt mir die Pflanzenwelt der Insel. Faszinierend finde ich mal wieder die vielen Flechten. „Die lassen einen Rückschluss auf das Klima zu. Flechten gehören zu den Algen, die in Symbiose mit ein oder zwei Pilzen leben. Schadstoffe in der Luft stören ihr Gleichgewicht.“ Ein schlagkräftiger Beweis dafür, wie gut die Luft auf den an Flechten sehr reichen Kanaren ist. Das Klima auf den Kanarischen Inseln soll ja das beste der Welt sein.

Foto: Grüne Natur nach reichlich Regen - KHL

Mondlandschaften und eine berühmte Dame

Wir wandern durch eine fast schon surreale Fantasie-Landschaft, aus der überall bizarre Felsen aufragen. Nächstes Ziel: der alte Leuchtturm an der Nordspitze der Insel Lobos, direkt gegenüber von Lanzarote. Ein bequemer Weg führt hinauf zu dem etwas heruntergekommenen Gebäude, vor dem das Denkmal von Josefina Pla steht. Die Dame wurde als Tochter des Leuchtturmwärters hier geboren und wurde eine berühmte Dichterin, die später nach Paraguay auswanderte. Geburtsort Leuchtturm – das hat doch was, oder?

Foto: Etwas einsam steht er da, der Leuchtturm der Insel Lobos - KHL

Ein Paradies für Vögel

Weiter geht`s vorbei an grünen Wolfsmilchgewächsen und einer kleinen Salzlagune in Richtung „Dorf“. Reste von Salinen und Salzwiesen, in denen salzliebende Pflanzen wachsen. „Lobos atmet förmlich Salz,“ erklärt Andreas.Dann macht er mich auf den einen oder anderen Vogel aufmerksam (u.a. Regenbrachvögel, Seidenreiher und Stelzenläufer). „Lobos ist ein Paradies für Ornithologen,“ erklärt er. Ich muss mich immer wieder umschauen, um einen Blick auf diese wunderbare und seltsame Landschaft zu werfen. Umwerfende Natur. Keine Hotels. Hier und da kommen uns Touristen entgegen, ansonsten gibt es so gut wie keine Spuren von Zivilisation. Herrlich!

Foto: Ganz tief durchatmen! - KHL/Andreas Caliman

El Puertito und eine wunderbare Lagune

Dann haben wir es geschafft und erreichen „El Puertito“ (kleiner Hafen), das Dorf. Hier lebt eigentlich so richtig niemand. Die meisten kommen als Tagesgäste hierher, so auch die Besitzer des einzigen, sehr einfachen Restaurants auf Lobos. Die Auswahl ist hier nicht so groß. „Du bekommst entweder Paella oder Fisch – den allerdings so frisch wie sonst vermutlich nirgendwo,“ erzählt Andreas. El Puertito ist eines der wenigen ganz typischen kanarischen Dörfer. Einfache weiße Fischerhäuschen in engen Gassen. Wir hocken uns auf eine kleine Mauer und blicken auf die Lagune und die Playa, den Strand. Wie bestellt fallen Sonnenstrahlen auf das Meer, das sich plötzlich türkisfarben präsentiert und fast schon karibisch anmutet. Hier könnte ich jetzt wieder stundenlang sitzen und einfach nur die unglaubliche Natur genießen. „Im Sommer kommen viele Einheimische zum Baden und Schnorcheln hier hin.“ Am liebsten würde ich auch in die Lagune springen, aber wir haben die Fähre um 16 h gebucht.

Foto: Das "Restaurant" an der Playa ist nicht mehr weit - KHL

Foto: Schöner wohnen (und wandern...) auf der Insel Lobos (früher...) - KHL

Foto: An der Lagune kann man sich nicht satt sehen... - KHL/Andreas Caliman

Zurück in die Zivilisation

Naturbursche Andreas lässt es sich dennoch nicht nehmen, kurz ein paar Züge im Meer zu schwimmen. Ich überlege hingegen, wie ich die Sachen trocken bekomme und, und, und. Wir Deutschen denken einfach zu viel, oder? Fazit: ich laufe kurz um eine Bucht, mache noch ein paar Fotos und hole Andreas ab für die letzte Strecke zur Fähre. Eigentlich hätten wir ja auch noch um 17 h zurück nach Fuerteventura fahren können, aber mich erwartet ja noch eine tolle Massage im Gran Hotel Atlantis Bahía Real, also zurück in die richtige Zivilisation. Danke, Andreas, der Ausflug mit Dir war wieder mal große Klasse, so wie im vergangenen Jahr. Schaut mal auf meinen Bericht von damals.

Foto: Fuerteventura in Sicht! - KHL

Ab ins Spa

Im Hotel wartet Veronica bereits, um mir im preisgekrönten Spa Bahía Vital eine „Seductive Man“ genannte Massage zu verpassen. Diese auf die Herren der Schöpfung zugeschnittene Behandlung soll „die männliche Kraft steigern und ins Gleichgewicht bringen“. Nur zu, kann ich gebrauchen! „Alles natürlich, keine chemischen oder synthetischen Stoffe,“ versichert mir Veronica. Die könnte ich nach einem so naturnahen Tag wie heute auf Lobos auch nicht vertragen. Und so genieße ich die Mischung aus Patchuli, Muskatnuss, Sandelholz, Vetivergras, Neroliöl und Kardamon und freue mich auf die Stärkung meiner Manneskraft! Aber jetzt muss der angehende Superman sich erst mal erholen, von einem wahnsinnig schönen und erlebnisreichen Tag. Muchas gracias!

Foto: Im Coco Bahía Chillout im Gran Hotel Atlantis macht das Abhängen besonders viel Spaß - KHL

INFOS

Fähre von Fuerteventura nach Lobos: 15 EUR pro Person (Hin- und Rückfahrt), weitere Infos findet Ihr hier.

Ganz aktuell: die lokale Regierung hat soeben beschlossen, ab Januar 2019 nur noch 200 Gästen pro Tag den Zugang zu Lobos zu gewähren. Gut so, um dieses kleine Paradies zu schützen und zu erhalten.

Infos zu Ausflügen auf Fuerteventura findet Ihr hier.

Die Massage „Seductive Man“ dauert eine Stunde und kostet 115 EUR. Buchung im Spa Bahía Vital.

Foto: Der Naturpark Corralejo - perfekt für Yoga! - Tija Mikeli


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