Meine Tipps für ein wunderbares Wochenende in Paris

25.02.2019

*PROMOTION*

Foto: Kreatives im Marais-Viertel

Mit dem Thalys in die Stadt der Liebe

Ich war schon so lange nicht mehr in der Stadt der Liebe. In den letzten Jahren habe ich andere Metropolen wie London und Madrid vorgezogen – oft auch aus beruflichen Gründen. Jetzt habe ich mir ein perfektes Vorfrühlingswochenende ausgesucht, um mal wieder nach Paris zu reisen. Mit dem komfortablen Schnellzug THALYS sind es ja gerade mal knapp vier Stunden bis zur französischen Metropole – bequem, schnell und ökologisch sinnvoller als mit dem Flieger. Und - es lohnt sich!

Foto: Schnell mal nach Paris per Zug! - THALYS

Ein bißchen Griechenland in Paris

Über meinen Aufenthalt im neuen 25hours Hotel Terminus Nord und eine Stippvisite in Montmartre habe ich ja bereits berichtet. Diesmal geht es um meine Paris-Unternehmungen an diesem herrlichen Wochenende im Februar. Startpunkt ist die Kirche La Madeleine, die mit ihren korinthischen Säulen eher an einen griechischen Tempel erinnert. Das Gotteshaus befindet sich mitten im Zentrum – die Innenbesichtigung habe ich mir aufgrund des tollen Wetters gespart. Bin auch nicht so der Kirchgänger ;-).

Foto: La Madeleine sieht griechisch aus, oder? - KHL

Von der Madeleine aus geht es vorbei an schicken Boutiquen (sehenswert: die von KENZO) Richtung Place Vendôme. In der Passage Village Royal mit ihren bunten Schirmen bietet sich ein Kaffee an – teuer ist der im Zentrum fast überall, was soll`s also. Bei der eleganten Place Vendôme muss ich immer an die Ikone Cathérine Deneuve und den berühmten Film aus dem Jahr 1998 denken. Madame Deneuve verkörpert perfekt den Typus der eleganten, leicht versnobten Pariserin. Toll ist der Obelisk auf der Place Vendôme, die Geschäfte bieten sich eher zum „window shopping“ an. Paris ist nun mal nicht der preiswerteste Ort auf diesem Planeten, aber ich bin ja nicht zum Shopping in die Stadt gekommen.

Foto: Für die Place Vendôme muss man sich etwas in Schale werfen...

Prunk und Protz, aber so schön!

Paris besticht durch seine Architektur, ja durch seine Schönheit. Manchmal erdrückt einen der ganze Prunk und Protz, die berühmte Pariser Oper Garnier ganz in der Nähe der Madeleine ist hierfür ein gutes Beispiel. Goldene Figuren funkeln auf dem historischen Gebäude in der Frühlingssonne. Und wieder kommt mir eine Assoziation in den Sinn - diesmal das berühmte Phantom der Oper, das hier sein Unwesen trieb.

Foto: Von der Oper geht es direkt zum Louvre

Jardin des Tuileries und Louvre - Kunst und Natur

An diesem Samstag ist der Verkehr nicht ganz so brutal, so dass man einigermaßen entspannt bummeln kann. Und das Gute: es gibt genügend Parks und Grünzonen (insgesamt 450!) zum Durchatmen, so z.B. den Innenhof des Palais Royal mit viel Kunst im Freien und wunderbaren Gartenanlagen. Und mein absoluter Liebling sind natürlich die „Jardins des Tuileries“ zwischen der Place de la Condorde mit ihrem ägyptischen Obelisk und dem weltberühmten Louvre, der übrigens über die mit Abstand schönste Metro-Station verfügt. Offensichtlich ist „tout Paris“ auf den Beinen. Hinzu kommen natürlich die unglaublich vielen Touristen, die für ein regelrechtes Sprachgewirr sorgen. Sich hinsetzen wäre jetzt wunderbar, aber all die Stühle in den Tuilerien sind besetzt. Also weiter in den Innenhof des Louvre mit der berühmt-berüchtigten Glaspyramide, die vielen ein Dorn im Auge ist. Warum eigentlich? Mir gefällt dieser Kontrast zwischen altehrwürdiger und moderner Architektur.


Foto: Die berühmte Glas-Pyramide im Innenhof des Louvre - KHL

Mona Lisa - nein danke!

Und ja, es gibt Mauern zum Ausruhen nach all der Lauferei. Für einen Museumsbesuch ist dieser Tag einfach zu schön, außerdem interessieren mich die Uraltmeister im Louvre auch weniger. Haben wir Mona Lisa nicht schon in allen möglichen Varianten gesehen? Und so attraktiv ist die Dame ja nun auch nicht (sorry, vielleicht bin ich ja ein Kunstbanause). Für moderne Kunst gibt es andere Museen in Paris – in einer Stadt, die über insgesamt 173 Ausstellungsorte verfügt. Sollte reichen, oder?


Foto: Prunk am Eingang zu den Tuilerien - KHL

Stippvisite bei Quasimodo

Jetzt aber ab zum Fluß. Die Seine ist sozusagen gleich um die Ecke. Man kann wunderbar an ihrem Ufer entlang spazieren. Viele Menschen genießen die Sonnenstrahlen. Zahlreiche Ausflugsboote ("bateaux mouche") sind wie immer unterwegs – auch etwas, was ich mir lieber spare. Ein Spaziergang ist doch viel gesünder (und nicht so touri-mäßig). Ich gehe bis zur Île de la Cité mit der berühmten Kathedrale Notre Dame. Hier muss ich immer an den Film „Der Glöckner von Notre Dame“ denken, der megahässliche Quasimodo hat mich als Kind sehr beeindruckt. Ich stelle mir vor, wie er hier das heiße Pech von oben in die Menschenmenge geschüttet hat. Kennt Ihr die Filme mit Charles Laughton und Anthony Quinn? Uralte Schinken, aber sehenswert. Von Notre Dame kommt man über eine der Brücken auf die andere Seite der Seine, ins Viertel Saint Germain des Près mit dem berühmten Café "Les deux Magots". Hier trafen (und treffen) sich die Intellektuellen der Stadt. Hemingway, Simone de Beauvoir, Picasso und Umberto Eco gingen hier ein und aus, um nur einige zu nennen. Touristen kommen natürlich auch sehr gerne. Denen entkommt man einfach nicht in Paris.

Foto: Herrlich entspannt am Sonntag - das Seine-Ufer mit Notre Dame - KHL

Und immer wieder Demos...

Jetzt will ich eigentlich noch bis zur eleganten Pont Alexandre III (gilt als die schönste Pariser Brücke und wurde zur Weltausstellung 1900 eröffnet) und zur Place de la Concorde, aber schon von Weitem höre ich den Lärm der Demonstranten. Die „maillots jaunes“, die sogenannten Gelbwesten, sind wieder unterwegs. Nichts gegen die Demonstration, solange sie friedlich verläuft. Allerdings wird Tränengas eingesetzt, dass die Luft ziemlich verätzt. Ich ziehe meine Jacke über mein Gesicht und gehe schnell in die Gegenrichtung. Noch mal ein paar Kilometer, diesmal ziemlich unnütz. Aber ich will nicht unbedingt in die Demo geraten, ich muss jetzt schon von diesem widerlichen Gas ständig husten.

Foto: Paris-Idylle mit Demo (man achte auf den Rauch vor dem Eiffelturm) - KHL

Zur Place de la Concorde komme ich heute leider nicht, überall haben Polizisten an diesem Samstag die Straßen abgesperrt. Mittlerweile habe ich aber auch genug Kilometer auf dem Buckel, so dass ich am frühen Abend ins Hotel zurückkehre. Ach ja – und der Eiffelturm? Den habe ich natürlich während meines Bummels entlang der Seine fast immer im Blick gehabt. Böse Zungen behaupten ja, dass man dieses uralte Wahrzeichen von Paris von jedem Fleck in der Stadt sieht. Stimmt natürlich nicht. Und die gigantische, betagte Stahlkonstruktion ist ja noch immer die Attraktion Nummer 1 in Paris.


Foto: Über den Dächern von Paris mit Blick auf die "alte Dame", den Eiffelturm

Centre Pompidou und Neues in "Les Halles"

Am nächsten Tag geht es dann zur Place de la Concorde und natürlich noch mal in die Tuilerien. Wieder ist alles voll, sonntags sind vermutlich noch mehr Pariser unterwegs. Aber keine Demonstranten, wie wunderbar! Ich muss unbedingt noch vorbei am futuristisch wirkenden Centre Pompidou, einem Ausstellungsort aus den 70ern, zu „Les Halles“, den alten Pariser Markthallen. Hier wurde alles etwas aufgepeppt – schöne Gartenanlagen (Hingucker: die Kirche Saint Eustache) mit Kunst und vor allem "La Canopée". In diesem neuen, sehr interessant gestaltete Zentrum gibt es Geschäfte und Cafés, darunter das „Champeaux“ von Alain Ducasse, dem bekannten Sternekoch. Das Restaurant ist voll mit Parisern, die hier mittags ordentlich zulangen. Aber in Paris wird irgendwie ständig gegessen und (Wein) getrunken. Und ganz ehrlich – die französische Küche ist nicht mein Ding, viel zu viel Fleisch. Aber mittlerweile gibt es Alternativen, z.B. zahlreiche asiatische Restaurants. Außerdem soll es in Paris die besten Falafel weit und breit geben. Geht doch!

Foto: Auch heute noch irgendwie futuristisch - das Centre Pompidou aus den 70ern

Foto: Schnell mal Mails abrufen im "Champeaux"

Jetzt noch einen Abstecher zum Le Marais, dem alten, einst ziemlich heruntergekommenen jüdischen Viertel, das sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ausgehviertel vor allem für die Gay-Szene entwickelt hat. Über die vielen Sexshops schaue ich einfach mal weg - die orthodoxen Juden offensichtlich auch. Viel interessanter finde ich die Buchläden Richtung Chatelet, der Ruine eines alten Kastells mit dunkler Geschichte und Metro-Station. An diesem Sonntag blättern hier zahlreiche Menschen in Bildbänden und Büchern, in aller Ruhe. Wer braucht hier das Internet? Digital Detox ist angesagt.

Foto: Bücher, Bücher, Bücher...!

Paris - leer im August!

„Im August ist Paris am schönsten,“ sagt Fotograf Jean-Philippe auf unserer Tour. „Dann sind die meisten Einheimischen in Urlaub, und Du hast endlich genügend Platz in Cafés und Restaurants. Und es herrscht wesentlich weniger Verkehr, herrlich!“. Apropos Verkehr – über die Metro habe ich mich ja bereits ausgelassen. Insgesamt 302 Stationen gibt es in Paris. Fahrten innerhalb der Stadt kosten 1,90 EUR (Februar 2019). Allerdings muss man sich vor allem wochentags und zu den Stoßzeiten auf Menschenmassen gefasst machen, wahrlich nichts für Menschen, die an Klaustrophobie leiden. Es wird gequetscht und manchmal auch geschubst was das Zeug hält. Aber Du kommst auf jeden Fall schneller vorwärts als mit dem Taxi.

Foto: Ausnahmsweise mal nicht ganz so voll - Metro-Station in Paris

Schnell noch auf die Prachtstraße von Paris...

Zum Schluss muss ich natürlich auch noch schnell auf die Champs Elysées, immer noch die Prachtstraße Nummer 1 der Stadt. Der Blick von der Place de la Concorde hinauf zum Triumphbogen und den modernen Hochhäusern des Geschäftsviertels La Défense ist der Hammer. Die Avenue selbst ist nicht mehr ganz so schick wie in ihren absoluten Glanzzeiten, aber natürlich ein architektonisches Meisterwerk. Und sehenswert sind die vielen Seitenstraßen, so die mondäne Avenue Montaigne, wo Filmdiva Marlene Dietrich ihre letzten Jahre unter Ausschluss der Öffentlichkeit verbracht hat.

Foto: Blick über die Champs Elysées zum Triumphbogen und La Défense - KHL

Fazit: Paris - je t`aime, trotz Deines Verkehrs und des Essens. Ich komme wieder - vielleicht sogar im August, wenn es in der Stadt so leer ist. À bientôt, bis bald.

Foto: Paris-Bummel mit Schauspieler Vincent Tranzéat

*Hinweise*:

Alle nicht mit "KHL" gekennzeichneten Fotos stammen von Jean-Philippe Combeau, einem Pariser Fotografen.

Diese Reise wurde durch Thalys und die 25hours Hotels unterstützt.

Zum Schluss habe ich noch einige coole Tipps von Einheimischen für Euch:

Sandra Teakle

Sandra ist gebürtige Franko-Kanadierin und lebt seit Mitte der 90er in Paris. Als Touristikerin hat sie viele Metropolen in Europa und Amerika bereist. Für Sandra ist Paris eine der schönsten Städte der Welt. "In Paris wird es Dir nie langweilig, an jeder Ecke findest Du ein weiteres schönes Gebäude, tolle Architektur und natürlich die gestylten Pariser."

Und das sind Sandras Lieblingsorte in Paris:

Mein Lieblingsmuseum: Musé d'Orsay
Für ein gutes Steak gehe ich ins L ' Entrecôte in Montparnasse
Einen ausgezeichneten Kaffee trinke ich am liebsten im Café Verlet in der eleganten Saint Honoré im 1. Arrondissement
Für einen Tee gehe ich gerne ins The Ritz an der Place Vendôme
Die besten Crêpes gibt es hier: La Crêperie de Josselin, 14. Arrondissement
Meinen "Night Cap" trinke ich im Les Ambassadeurs im Hotel Le Crillon an der Place de la Concorde und im La closeries des Lilas auf dem Boulevard Montparnasse.

Ich bummele gerne über die Place des Vosges im 3. und 4. Arrondissement und durch die historischen Passagen Choiseul in Nähe der Oper und Jouffroy im 9. Arrondissement. Von den Schmuckgeschäften an der Place Vendôme und in der Rue de la Paix kann ich gar nicht genug bekommen. Gerne mache ich auch eine Bootsfahrt auf der Seine an einem sonnigen Nachmittag oder abends - um zu verstehen, warum Paris auch die "Stadt der Lichter" genannt wird.

Jean-Philippe Combeau

Jean-Philippe ist Fotograf in Paris und hat einen tollen Restaurant-Tipp:

Als Fotograf für Kulinarik liebe ich natürlich gutes Essen - und da hat Paris einiges zu bieten. Es gibt ein neues Restaurant, das ich besonders mag - das Le Malro im 3. Arrondissement.

Dieses Restaurant definiert sich als "Mittelmeer-Neo-Brasserie" mit einer bunten Küche. Die Produkte sind von hoher Qualität und werden perfekt präsentiert. Der Service ist jung, dynamisch und professionell. Eine Adresse, die es zu entdecken gilt wenn Sie durch das 3. Arrondissement von Paris schlendern.

Vincent Tranzéat


Vincent ist ein junger Schauspieler und gebürtiger Pariser. Ihn begeistert die größte Buchhandlung in Paris:

Für einen Schauspieler ist Paris eine sehr inspirierende Stadt, in der man eine ganze Vielzahl an leidenschaftlichen und interessanten Dingen finden kann. Einer der Orte, an denen ich regelmäßig anzutreffen bin um alte und neue Film-und Buchklassiker zu finden, sind die drei Läden Gibert Joseph. Die Geschichte dieser Buchhandlung im Quartier Latin (5. und 6. Arrondissement) geht auf das Jahr 1886 zurück. Wenn Sie neugierig sind und etwas Geduld haben, finden Sie hier was Sie suchen.



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