Im Gleitflug über das malerische Engadin

15.02.2018


St. Moritz – auch ein Sommerziel?

Eigentlich ist St. Moritz ja eher als Wintersportort bekannt. Olympische Spiele, alpiner Ski- und Bob-Weltcup, Weltmeisterschaften und natürlich wunderbare Pisten für Ski-Freaks aller Stufen. Eigentlich. Aber dieser legendäre (und mondäne) Schweizer Skiort hat gerade auch im Sommer seinen Reiz. Die Outdoor-Möglichkeiten sind beinahe endlos. Golf, Tennis, Wanderungen zu urigen Berghütten, Mountainbiking, Segeln auf den malerischen Seen sind nur einige der Optionen für den Sommerfrischler. Der absolute Höhepunkt ist ein Segelflug über die imposante Bergwelt des Engadins.

Foto: Ein Hochgenuss - das Engadin im Sommer!

Ein romantisches Schlosshotel mit endlosen Möglichkeiten

Während meines Aufenthaltes im grandiosen Suvretta House, dem luxuriösen Schlosshotel am Rand von St. Moritz, hatte ich Gelegenheit, mir diese Aktivität näher anzuschauen. Wenn man das besagte Suvretta House im Sommer bucht, sind nicht nur die Preise freundlicher als im Winter – man hat auch direkt ein attraktives Aktivitätenprogramm inklusive. Wie cool ist das denn? Kleine Wanderungen mit Barbecue, Picknicks, Tennis, Golf und Vieles mehr ist gleich im Preis eingeschlossen – wenn das mal kein Anreiz für eine Sommerreise nach St. Moritz ist!

Foto: Einfach nur grandios - das Suvretta House in St. Moritz

Etwas Nervenkitzel beim Segelfliegen

Aber zurück zum Segelfliegen. Die charmante Nicole von der Agentur Crystal Events bringt uns zum kleinen Flugplatz, der gut 15 Fahrminuten außerhalb von St. Moritz liegt. Es ist Anfang September, der Sommer hat sich noch nicht ganz verabschiedet, ist aber auch nicht mehr richtig präsent. Entsprechend wechselhaft ist das Wetter, schließlich sind wir ja auch auf über 2.000 m Höhe. Egal. Wir packen mit an, die ultraleichten Flieger auf die Piste zu bringen. Irre, so ein Teil lässt sich locker mit einer Hand heben. Soll man sich da wirklich reinsetzen? Ich verdränge den Gedanken, Weicheier haben hier doch nichts zu suchen. Wir werden in knallorangefarbene Westen gepackt. Gut so, man weiß ja nie. Der Pilot Max stellt sich vor, er fliegt seit über 40 Jahren. Ein Typ, den vermutlich nichts aus der Ruhe bringen kann und dem man sich gerne in diesen kleinen Fliegern anvertraut. Wirklich?

Foto: Alle mal mit anpacken - gilt auch für den Piloten! - KHL

Ella aus unserer kleinen Gruppe ist die erste mutige Überfliegerin. Sie quetscht sich auf den Minisitz hinter dem Piloten, bevor das kleine Plastikdach über ihrem Kopf geschlossen wird. Klappe zu und … nein nein, wird schon nichts passieren. Dann wird der Miniflieger an Seilen in die Luft gehoben. Wow, geht das schnell! Wir können noch ein paar Minuten beobachten, wie sich der Flieger an den Bergen vorbeihangelt – dann verlieren wir ihn aus der Sicht. Bon voyage!

Foto: Auf geht`s, Ella! - KHL

Die Geisslein-Retterin

Währenddessen erzählt Nicole aus ihrem Leben. Die Dame redet wie ein Wasserfall, und ich könnte ihrem charmanten Schweizer Akzent und ihren Geschichten stundenlang zuhören. Sie berichtet, dass sie ihre Tür zu Hause nie abschließt. Mannomann, die leben hier wirklich ein einem Paradies – grandiose Natur und dann noch absolut sicher? Wahnsinn. Sie sind schon verwöhnt und speziell (in positivem Sinne), diese Schweizer. Noch interessanter ist die Tatsache, dass die gute Nicole fünf Geißlein vor dem Schlachter gerettet und den niedlichen Tieren ein Zuhause geschaffen hat. Das hat ihr schon einige Berichte in der lokalen Presse eingebracht.

Foto: Zu schön um wahr zu sein - Nicole, eines ihrer Geisslein und das prachtvolle Engadin! - Nicole Buess

Zurück zur Erde…

Aber wo ist Ella? Gut 10 Minuten sind vergangen und weit und breit nichts zu sehen vom Segelflieger. Mittlerweile sind auch dunkle Wolken aufgezogen, die wirken in den Bergen gleich immer etwas bedrohlich. Ah, da taucht der kleine Flieger ja auf! Imposant, wie schnell das Ding zielsicher auf der Piste landet. Ich kann Ellas Reaktion auf ihren Flug kaum erwarten. Ein bisschen blass um die Nase ist sie schon. "Für mich war der Flug ein „once in a lifetime"-Erlebnis. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich keine Angst hatte. Es war eine Mischung aus Nervenkitzel und Faszination. Das Segelfliegen hat mir eine Perspektive auf die Berg- und Gletscherwelt eröffnet, die ich sonst nie erfahren hätte."

Na, das klingt doch begeistert. „Aber jetzt freue ich mich auch wieder auf das Suvretta House mit seiner Gastlichkeit der alten Schule!“

Ein paar Eindrücke von Ella`s Flug findet Ihr hier:



Flight cancelled :-(

Weiter geht`s mit Bernd aus unserer kleinen Gruppe. Wir kennen das Prozedere nun schon, und Nicole erzählt weiter von ihren Geißlein. Für ihr wohltätiges Verhalten könnte ich die Dame einfach nur knuddeln, gäbe es doch nur mehr Menschen von ihrer Sorte. Währenddessen verschwindet der Flieger wieder hinter dicken Wolken, diesmal sind wir schon wesentlich weniger besorgt. Und wenige Minuten später landet er wieder zielsicher und unspektakulär. Jetzt regnet es, und der Himmel ist noch dunkler geworden. Eine kurze Beratung und dann kommt die zu erwartende Nachricht – heute führen wir besser keine Flüge mehr durch, die Sicherheit geht schließlich vor. Enttäuschung macht sich breit, aber andererseits wollte ich mein Leben auch nicht gerade auf einem Gletscher im Engadin beenden ;-).

Foto: Macht doch Lust auf einen Segelflug, oder? - KHL

Egal – vielleicht verbringe ich ja noch mal ein paar Tage im Suvretta House und nehme dann all die sportlichen Aktivitäten wahr, die hier geboten werden. Wäre eigentlich keine schlechte Idee … schließlich kann man anschließend wunderbar im Hotel-Spa relaxen und dann die feine Gastronomie genießen Hierzu findet Ihr mehr auf meinem Blog über das Suvretta House.

Foto: Flug gestrichen? - Na gut, dann gibt es halt ein paar Kalorienbömbchen im Suvretta zum Ausgleich.

P.S. Alle nicht mit "KHL" gekennzeichneten Fotos wurden mir freundlicherweise von der Leitung des Suvretta House zur Verfügung gestellt.


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