Höhenlufttraining - wie ich in Zeiten von Corona mein Immunsystem verbessern kann

Mit Höhenlufttraining kannst du deine Zellen und dein gesamtes Immunsystem auf Trab bringen. Ich habe es ausprobiert und berichte hier über meine Erfahrungen.

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HÖHENLUFTTRAINING - WIE ICH IN ZEITEN VON CORONA MEIN IMMUNSYSTEM VERBESSERN KANN

Berglandschaft bei Engelberg, Schweiz
Höhenluft - ein wahrer Jungbrunnen
 

Immunsystem stärken

Seit fast einem Jahr werden die Coronaregeln gebetsmühlenartig wiederholt – Abstand halten, regelmäßig die Hände waschen, Gesichtsmasken tragen. Natürlich sind diese Maßnahmen richtig und wichtig, um sich gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Was mir jedoch dabei zu kurz kommt, sind Empfehlungen zur Verbesserung des Immunsystems.

Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist sicherlich hilfreich und absolut nichts Neues. Bewegung – vor allem an der frischen Luft – sollte ebenfalls auf dem täglichen Programm stehen. Auch ausreichend Schlaf stärkt das Immunsystem. Aber auch essenzielle Mikronährstoffe sind für ein intaktes Immunsystem von großer Bedeutung, allen voran Vitamin C, Vitamin D, Zink und Selen.  Neben vielen anderen Therapien gibt es eine ganz neue Behandlungsform namens Höhenbalance, mit der du deine Zellen erneuern und somit auch dein gesamtes Immunsystem verbessern kannst. Ich teste es derzeit bei meiner langjährigen Heilpraktikerin und bin begeistert. Worum geht es genau bei Höhenbalance, dem Höhenlufttraining?

Stärkung des Immunsystems durch Höhenlufttraining

„Mit dieser Behandlungsform werden deine Zellen durch die Zuführung von Höhenluft aktiviert.“, erklärt Heilpraktikerin Marion Lichtenauer. „Das Einatmen von Höhenluft löst hierbei einen kontrollierten Sauerstoffmangel (Hypoxie) in den Zellen aus, was über den Therapieverlauf zu einer gezielten Vermehrung der leistungsstarken Kraftwerke – den sogenannten Mitochondrien - und somit zu einer merklichen Leistungssteigerung führt. Nach den zehn Sitzungen wirst du spüren, wie sich deine körperliche und mentale Leistungsfähigkeit steigert“, sagt Marion Lichtenauer. „Auch deine Schlafqualität und dein Hautbild werden sich verbessern.“ 

Klingt gut. Ich probiere es direkt aus und mache Termine für zehn Sitzungen, die jeweils 50 Minuten dauern. Abnehmen muss/will ich nicht, aber die Aussicht auf eine Aktivierung des Immunsystems und der Selbstheilungskräfte ist schon reizvoll, gerade auch in Zeiten von Corona. Schließlich sollen auch die „gute-Laune-Hormone“ Dopamin und Serotonin stimuliert werden – perfekt gegen Winter- und Corona-Blues!

Beginn der Höhenluft-Behandlung
Heilpraktikerin Marion Lichtenauer startet die Höhenluft-Behandlung
 

Auf in die Höhe

Vor der Behandlung bekomme ich eine bequeme Maske aufgesetzt (daran hat man sich in Zeiten von Corona ja schon gewöhnt), die durch einen Schlauch an das Höhenluft-Gerät angeschlossen ist. Dabei liege ich entspannt in einem Sessel, während mir das Gerät nun abwechselnd Luft aus verschiedenen Höhenlagen zuführt. „Im Laufe der Behandlungen schicke ich dich auf bis zu 6.000 Meter Höhe“, erklärt Marion Lichtenauer. „Aber keine Angst, das Höhenluft-Training ist äußerst angenehm und du wirst keine Atemnot bekommen“.

Höhenluft-Behandlung
Ganz entspannt beim Einatmen von Höhenluft
 

Unweigerlich denke ich an einen Kurzaufenthalt in La Paz, Bolivien – der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt. Seinerzeit bin ich dort als sehr junger Mann auf 4.200 Metern Höhe recht schnell aus der Puste gekommen, das geschieht bei den Höhenluft-Behandlungen nicht. Während das Gerät zum Teil etwas schnaufend seine Tätigkeit aufnimmt, döse ich entspannt im Sessel vor mich hin und lausche der sanften Musik. Während der Reizphase wird jeweils für wenige Minuten „dünne Höhenluft“ im Wechsel mit Umgebungsluft bzw. mit Sauerstoff-angereicherte Luft (Erholungsphase) eingeatmet. Vor dem Computer, der meine Atmung misst, steht ein Schild mit folgender Aufschrift: Was würde passieren, wenn Ihre Zellen 40 % mehr leisten? Interessante Frage. 

Jungbrunnen für den Zellstoffwechsel

Zwischenzeitlich informiere ich mich auch näher über die Hypoxie-Methode bei einem Experten aus Hamburg. „Viele Krankheiten unseres modernen Lebensstils wie z. B. Burnout, Herz- und Gefäßerkrankungen, Übergewicht und allgemeiner Leistungsabfall haben oft einen gemeinsamen biologischen Ursprung: Störungen in den Energiekraftwerken der Zelle,“ sagt Dr. rer. nat. Dirk Wagener, Zellbiologe und Gesundheitsexperte mit eigener Praxis in Hamburg. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Methode. „Wie wichtig vitale Mitochondrien für einen gesunden Zellstoffwechsel sind, zeigt eine beindruckende Zahl: Im Körper eines achtzig Kilo schweren Menschen werden rund 80 Kilo ATP (Adenosintriphosphat) produziert – Tag für Tag. ATP dient den Zellen als universeller Energieträger und sorgt zB dafür, dass ein Muskel sich bewegen kann. Stress, falsche Ernährung oder Bewegungsmangel schädigen oft spürbar diese Kraftwerke in den Zellen. Sie verlieren dann ihre Leistungsfähigkeit und produzieren deutliche weniger ATP. Die gute Nachricht: Wir können alte, geschädigte Mitochondrien durch neue ersetzen. Und genau das geschieht bei diesem speziellen Zelltraining. Mitochondrien, die nicht mehr leistungsfähig sind, werden im Verlauf einer Behandlungsserie durch neue ersetzt. Ein wahrer Jungbrunnen für den Zellstoffwechsel.“

Der Fachmann für Höhenlufttraining
Dr. rer. nat. Dirk Wagener
 

Die Wirkung des Höhenluft-Trainings (Intervall-Hypoxietraining) wurde in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Seit über 40 Jahren wird daran geforscht, vor allem in Russland und den USA. Und ganz aktuell: Die Erforschung des Hypoxietrainings und dessen Auswirkungen auf zellulärer Ebene wurde 2019 mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. 

Nach der achten Sitzung stellt Marion freudig fest, dass mein Körper nach einer anfänglichen simulierten Höhe von 2.500 Meter nun schon eine Höhe von 6.000 Meter verträgt, immer unter Kontrolle des Sauerstoffgehaltes in meinem Blut.  Unweigerlich muss ich an Weltklasse-Langstreckenläufer denken, die zur Leistungssteigerung gerne in Höhen von über 2.000 Metern trainieren. 

Na, da kann ich doch direkt mein tägliches Home-Training in Zeiten von Corona intensivieren, bis es hoffentlich bald wieder ins Fitness-Studio geht. 

Höhenlufttraining aus der Sicht eines Sportlers

Interessant sind hierzu noch die Anmerkungen von Fitness-Coach Ngoc Kha Tran, der als Personal Trainer in Düsseldorf tätig ist:

"Leistungssportler verbessern mit dem Höhentraining ihre kardiovaskuläre Ausdauer. Diese Methode wird wiederum in verschiedene Intensitäten eingeteilt, von kontinuierlichem Training bis hin zu Intervall- und schließlich Sprinttraining. In einem bestimmten Zeitraum wird das Training unter reduzierter Sauerstoffverfügbarkeit (bis an die 20 % dünner als in Tieflagen) und in einer Höhe zwischen 2.000 und 3000 m durchgeführt. Dadurch sollen viel mehr Erythrozyten (rote Blutkörperchen) als bei einem Ausdauertraining in flachen Regionen gebildet werden - das heißt, dass das Blutund die Muskulatur deutlich besser mit Sauerstoff versorgt werden. Jedoch gibt es in der Literatur noch keine eindeutigen Belege für die positive Wirkung des Höhentrainings. Michael Phelps, der erfolgreichste Schwimmer und Olympionike unserer Zeit, hat sich vor den Olympischen Spielen in Peking 2008 einen Monat ins Höhentraining in den Hochlagen von Colorado Springs (USA) begeben, um seine Ausdauer zu verbessern. Ihm hat es offensichtlich sehr geholfen."

Ngoc Kha Traen, Fitness-Coach
Fitness-Coach Ngoc Kha Tran
 

Hat dich dieser Artikel neugierig gemacht? Allen in der Region Düsseldorf empfehle ich die Praxis von Marion Lichtenauer in Hilden. Marion führt auch die sogenannte Bioresonanztherapie durch, von der ich euch in diesem Beitrag berichte.

Weitere Infos zu den Vorzügen der Höhenluft-Therapie gibt es bei Dirk Wagener in Hamburg

Bioresonanz-Behandlung
Die Bioresonanz-Therapie habe ich auch bei Marion Lichtenauer ausprobiert