Sturmbeobachtung und ein Hotel vom Allerfeinsten an Kanada`s wilder Westküste

19.08.2016

Atemberaubende Landschaften und ein Paradies für Surfer

Kennen Sie das Gefühl? Sie kommen an einen Ihnen noch unbekannten Ort und denken gleich „Hier könnte ich leben!“. So erging es mir, als ich zum ersten Mal nach Tofino auf Vancouver Island kam. Mystische Regenwälder, schneebedeckte Berge, lange Sandstrände und der wilde Pazifik – ein Paradies für coole Surfer, aber nicht nur für die (ich bin auch keiner). Naturfreunde und Wanderer kommen hier gleichfalls auf ihre Kosten. Nur zum schwimmen ist es etwas zu kalt – es sei denn, man trägt einen Neoprenanzug oder man zählt zu der ganz harten Gattung Mensch. Der Pazifik ist frisch, aber an Land wird es kaum richtig kalt. Man sollte sich nur auf etwas Regen einstellen – die Belohnung hierfür ist das viele Grün. Die Westküste Kanadas ist Heimat der First Nations, die mit ihrer wunderbaren Kunst fast überall Spuren hinterlassen – dazu später.

Foto: Der beschauliche Hafen von Tofino – Erwin Schneider

Eines meiner Lieblingshotels weltweit befindet sich an diesem magischen Ort – direkt an einem der schönsten Sandstrände. Das Wickanninish Inn feiert in diesem Jahr seinen 20. Jahrestag – HAPPY BIRTHDAY! Der Erfolg dieses preisgekrönten Resorts ist sicherlich ein Verdienst seines charismatischen Besitzers und Direktors Charles McDiarmid, der dieses Hotel zusammen mit seiner Familie 1996 errichten ließ – in perfektem Einklang mit der Natur und direkt auf einem Felsvorsprung über dem tosenden Ozean. Das „Wick“ steht übrigens auf der „Gold List“ von Condé Nast, zusammen mit 141 anderen Top-Resorts auf der ganzen Welt. Sagt das nicht alles?

Foto: Das „Wick“ aus der Luft – Chris Pouget

Foto: Natürlicher Luxus – Willkommen im „Wick“!

Das sagt Charles über sein luxuriöses Refugium...

"Als wir das Wickaninnish Inn vor 20 Jahren eröffneten, war Tofino ein Örtchen, das hauptsächlich bei erfahrenen Touristen und Bewohnern von Vancouver bekannt war, die in den Sommermonaten kamen. Es war alles Andere als eine Ganzjahres-Destination mit einer tollen Gastro-Szene und unendlichen Outdoor-Möglichkeiten. Tofino ist noch immer beschaulich, hat sich mittlerweile jedoch zu einem Ziel für alle Jahreszeiten gemausert. Die Gäste kommen aus aller Welt, um tagsüber in freier Natur aktiv zu sein und sich abends von der exzellenten lokalen Küche mit den vielen Schätzen des Meeres verwöhnen zu lassen. „

Foto: Spargel mit Krabbe – einfach himmlisch!– Benny Kyler

„Das Wickaninnish Inn hätte ohne die Sturmbeobachtung von November bis Feburar niemals als Ganzjahres-Resort – dieses einmalige Schauspiel zieht Gäste aus aller Welt an – in der kühlen Jahreszeit, wenn bis zu 80 km erreichende Stürme das Meer aufpeitschen und bis zu 10 m hohe Wellen an die Küste knallen. Die Hotelgäste werden mit Regenmänteln und Gummistiefeln ausgestattet und können so am kilometerlangen, einsamen Strand entlang wandern – mit der Aussicht auf eine entspannende Massage in unserem „Ancient Cedars Spa“. Und danach genießen Sie ein Glas Wein am Kamin ihres Zimmers und anschließend ein Gourmet-Dinner im Restaurant „The Pointe“ mit seiner grandiosen Aussicht.“ Oh Mann, Charles – jetzt hast Du mir wieder richtig Lust auf Dein Refugium gemacht!

Foto: Charles McDiarmid – der Mann mit den vielen Talenten!

Frühstück mit Aussicht

Ich erinnere mich gut, als ich im Pointe Restaurant mit seiner 270-Grad-Panorama-Aussicht auf den Strand saß, ein herrliches Frühstück genoss und die tosenden Wellen beobachtete. Da saß ich stundenlang, bis mich die freundlichen Kellner höflich baten, nun doch langsam meinen Platz zu räumen. Es war bereits Mittag und höchste Zeit, an die (hier wirklich) frische Luft zu kommen! Ein herrlich milder Tag im Frühherbst mit Sonne ideal für etwas Jogging oder Yoga direkt am fast menschenleeren Chesterman – die frische Brise an Kanadas Westküste pustet einen ordentlich durch und sorgt für allerbeste Laune – life is good!

Foto: Das spektakuläre Restaurant The Pointe

Anekdoten von sehr treuen Gästen ...

"Wenngleich der Sommer natürlich unsere stärkste Saison ist, haben wir viele Stammgäste in der „Storm Season“. Sie kommen Jahr für Jahr in der etwas ruhigeren Zeit. Manche von ihnen wollen immer dasselbe Zimmer – ein europäisches Paar kommt sogar immer zur gleichen Zeit und ist über die Wettervorhersage besser als wir informiert. Die schwören darauf, dass die 3. Woche im November die beste Zeit zur Sturmbeobachtung ist und kennen fast alle HotelmitarbeiterInnen mit Namen. An einem Abend spielen sie sogar mit einigen Mitarbeitern Bingo im Ort, um noch mehr Lokalkolorit aufzusaugen und Geschichten von interessanten Typen zu hören.“

Foto: Der wilde Pazifik – Chris Pouget

Mystische Regenwälder auf Meares Island

Außer Walbeobachtung, Surfen (wenn man denn fit genug ist...) und endlosen Strandwanderungen sollte man unbedingt durch die uralten Regenwälder wandern. Ich empfehle eine Bootstour zur Meares Island ganz in der Nähe. Dieses Inselchen ist die Heimat geheimnisvoller Wälder, die man auf einem Holzpfad durchstreifen kann – mit Bäumen, in die ein paar Menschen passen würden, teilweise über 1.500 Jahre alt. Demut vor so viel grandioser Natur!

Die Region entdecken – Tipps von Einheimischen

Meares Island kann man mit Tsimka, einer jungen Kanu-Lehrerin und Mitglied der Tla-o-qui-aht First Nations, erkunden. Sie ist Miteigentümerin der T’ashii Paddle School.

Foto: Tsimka Martin (ATBC)

„T’ashii’ ist ein Wort der Tla-o-qui-aht-Sprache was so viel wie „Weg zu Land oder Wasser“ bedeutet. Unsere Vision ist es, einen Pfad zum Lernen zu schaffen und durch paddeln mit der Umwelt zu verbinden.

Ich empfehle die Kanu-Tour nach Meares Island, da Sie hier mit einem First-Nations-Guide durch uralte Wälder gehen und dabei über unsere traditionelle Verbindung zur Natur erfahren. Gleichzeitig lernen Sie etwas über die lokale Geschichte und was getan wurde, um die Insel vor Abrodung zu schützen.“

Wir können eine ganze Menge von Kanada`s First Nations lernen – so z.B. Respekt vor der Umwelt und wie sie geschützt werden muss. Alles Gute, liebe Tsimka!

www.tofinopaddle.com

Foto: Märchenwald auf Meares Island – Erwin Schneider

Eine begeisterte deutsche Künstlerin

Vor ein paar Jahren hatte ich das große Vergnügen, mit Entertainerin Katja Ebstein auf Reisen zu gehen. Katja liebt Natur und die Kultur der Ureinwohner – kein Wunder, dass sie von Vancouver Island und dem Wickanninish Inn total begeistert war:

„Kanada war schon immer mein Traumland. Die Westküste liebe ich ganz besonders – mit ihrer grandiosen Natur und der Kultur der First Nations. Meinen Aufenthalt im Wickanninish Inn habe ich in allerbester Erinnerung und werde eines Tages sicherlich an diesen magischen Ort zurück kehren.“ .

Nicht nur Katja Ebstein – auch ich plane einen weiteren Besuch. Und wer weiss – vielleicht entscheide ich mich irgendwann wirklich, ein paar Monate des Jahres in Tofino zu verbringen. Das wär`s doch!

Das Wickanninish Inn hat eine sehr gute Webseite:

www.thewickinn.com

Foto: Katja Ebstein genießt den Chesterman Beach – Erwin Schneider

INFOS WICKANNINISH INN

Wie kommt man hin

Über das Hotel

  • 63 Deluxe-Gästezimmer
  • 12 Suiten – die Canopy Suite (86 qm) verfügt über Himmelbett, Kamin, , CD/MP3-Gerät, Outdoor-Ausstattung und Vieles mehr
  • 2 Konferenz- und Event-Räume mit neuester Ausstattung
  • Restaurant „The Pointe“
  • Driftwood-Café
  • Concierge-Service
  • Gästeraum mit technischen Einrichtungen
  • Fitness-Raum
  • Fahrrad-Verleih
  • Zimmer-Service
  • Souvenir-Lädchen
  • Kleine Bücherei
  • Shuttle-Service

Foto: Das Driftwood Café –Wickanninish Inn

Foto: Katja Ebstein bewundert lokale Kunst – Erwin Schneider

Weitere Infos über Vancouver Island finden Sie auf

www.vancouverisland.travel


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