Montréal ... c`est si cool!

Meine ultimativen Tipps für ein Wochenende in Kanada`s zweitgrößter Stadt – mit tollen Empfehlungen von Einheimischen.

carstencarsten

25.05.2016

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Meine ultimativen Tipps für ein Wochenende in Kanada`s zweitgrößter Stadt – mit tollen Empfehlungen von Einheimischen.

„Kanada ist Natur! “ Diesen Satz habe ich gefühlte 1.000 Mal gehört. Natürlich ist es das – aber seine Städte sind gleichermaßen cool! So z.B. Montreal, die zweitgrößte Metropole dieses riesigen Landes und gleichzeitig die zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt – aber keine Angst, mit Englisch kommen Sie hier gut zurecht. Sie müssen nur wissen, dass auf den Stop-Schildern „ARRÊT“ steht – alles klar ;-)?

Eleganz à la Montreal

Wie die meisten kanadischen Großstädte ist auch Montreal ein regelrechter Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Sie werden hier Menschen aus aller Welt begegnen, die Montreal zu ihrem Zuhause gemacht haben – und viele sehen übrigens ziemlich gut aus! Ich würde sogar sagen, dass man hier die elegantesten Menschen in ganz Kanada findet (Sorry, Toronto und Vancouver, Euch mag ich trotzdem auch sehr!). Montreal hat nicht unbedingt die super Attraktionen. Diese Stadt macht eher ihre lässige Atmosphäre aus. Und sie ist natürlich ein idealer Ausgangspunkt für eine Tour durch Quebec, „la belle province“ (übrigens auch die größte Provinz des Ahorn-Landes). Fahren Sie Richtung Norden, lassen Sie sich vom Charme Quebec Citys und der Region Charlevoix verzaubern. Beobachten Sie die gigantischen Wale im St.-Lorenz-Strom bei Tadoussac (nein, die singen hier nicht auf Französisch) und genießen Sie die wunderbare Küche – Leben wie Gott in Quebec!

Aber zurück zu Montreal. Warum ist diese Stadt so quirlig? Nun ja, es gibt einen großen französischen und teilweise auch südländischen Einfluss, die Montrealer lieben das Leben. 90.000 von ihnen (insgesamt sind es ca. 4 Millionen) leben in der Innenstadt – die bleibt somit auch nach Büro- und Geschäftschluss lebendig ... mais oui! Vor Jahrzehnten – als Kanada noch ein ziemlich konservatives Land war (das ist Gott sei Dank vorbei...), galt Montreal schon als „Sin City“, hier wusste man damals schon alle Vorzüge des Lebens zu schätzen. Und die Stadt birst vor Kreativität – man denke nur an den weltberühmten Cirque du Soleil, der hier aus einem Straßentheater entstanden ist. Sagt doch alles, oder?

Beste Aussichten

Der Name der Stadt kommt übrigens von dem Hügel namens Mont Royal – und damit sind wir schon bei der ersten „Attraktion“, die Sie nicht verpassen sollten. Quälen Sie sich die vielen Treppen hoch – aus zwei Gründen: 1) eine wunderbare Übung für Beine und Hintern und 2) die wohl beste Aussicht auf die Stadt als Belohnung! Hier sehen Sie die Montrealer beim Joggen, Radfahren, Küssen und Händchenhalten – und wundern Sie sich nicht, wenn das mal zwei Jungs oder Mädels sind, schließlich ist Montreal eine DER Gay-&-Lesbian-Metropolen in Nordamerika überhaupt (und vielleicht sogar weltweit). Im Sommer ist das Plateau auf dem Mont Royal ein regelrechter Spielplatz – im Winter nicht ganz so sehr, denn es wird hier schon verdammt kalt (dafür aber auch richtig muckelig warm im Sommer). Aber schließlich hat man ja die 32 km lange „Untergrund-City“, so dass man im Februar gar nicht raus muss ;-). Aber im Ernst: besuchen Sie die Stadt im Sommer oder Frühherbst – in Quebec gibt es übrigens einen besonders eindrucksvollen „Indian Summer“.

Auf der Rue Ste. Catherine im Zentrum schlägt das Herz der Stadt besonders laut. Von Kitschläden bis zu Luxusboutiquen, Cafés und Restaurants – hier finden Sie (fast) alles. Tipp: Gehen Sie zum Club-Monaco-Laden – nicht so sehr zum Shoppen sondern für einen Kaffee im Basement, das Café Myriade ist nur Insidern bekannt! Cooles Ambiente, schickes Personal, super Espresso und eine leckere hausgemachte Limo aus Ingwer, Honig und Zitrone – köstlich! Anschließend können Sie sich die „Cours Mont-Royal“ schräg gegenüber anschauen oder auch etwas shoppen. In der Atrium Lounge gibt es leckere Snacks – und gleich nebenan den neuen Komplex „Les Ailes de Montréal“, ein architektonisches Highlight. Ein weiterer (Geheim-)-Tipp für leckere Snacks und Kaffeespezialitäten ist das Café Parvis auf der Rue Mayor, parallel zur Ste. Catherine und etwas schwer zu finden.

Montreal für Nachteulen

Wenn Sie den Boulevard dann weiter in Richtung Osten entlang schlendern, kommen Sie automatisch in den „Entertainment District“, wo sich u.a. das MAC (Museum für zeitgenössische Kunst) befindet – unbedingt rein! Und werfen Sie dann einen Blick ins quirlige „gay village“ mit seinen lebenslustigen und teilweise schrägen Bewohnern. Sollten Sie lesbisch oder schwul sein, stürzen Sie sich dort ins Nachtleben – und wenn nicht, möchten Sie das vielleicht auch tun, denn hier ist eine Menge los.

Altstadt-Bummel

Eine der ganz großen Attraktion Montreals ist natürlich die Altstadt – die Amis können vom europäischen Flair gar nicht genug bekommen. Französische Lebensart in Nordamerika – das hat was! Vom Stadtzentrum gelangen Sie automatisch (und zu Fuß) in dieses Viertel – Montreal lässt sich übrigens wunderbar „erlaufen“ und ist auch ziemlich sicher. Schauen Sie sich die Basilika an (ja, der „Sündenpfuhl“ hat zahlreiche Kirchen...), und schlendern Sie durch die Rue St. Paul. Hier gibt es natürlich den üblichen Touristen-Kitsch, aber auch edle Galerien und coole Boutiquen – und kein H&M, Zara oder sonst eine der austauschbaren internationalen Marken. Coole Snacks und Kaffeespezialitäten gibt es im „Olive and Gourmando“ – aber machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie hier nicht die einzigen Gäste sind. Der Laden ist oft proppevoll.

Von dort ist es nur ein Steinwurf zum Pointe-à-Callière, einem interaktiven historischen Museum der Superlative – ja, nicht übertrieben! Hier wurde die Metropole vor fast 375 Jahren (uralt für nordamerikanische Verhältnisse) geboren. Lernen Sie, wie die „First Nations“ hier ankamen, wie die Stadt gegründet wurde und was die Franzosen und Briten hier so trieben. Dieses Museum ist ein Muss, ja nicht verpassen.

 

Montreal ganz hip und schräg

Planen Sie auch unbedingt einen Spaziergang über den Boulevard St. Laurent ein – hip und voll mit Kultur und Spaß. Auch hier gibt es eher nicht die großen internationalen Klamotten-Marken – eher cooles kanadisches Design. Vom Boulevard aus geht es direkt ins „Mile End“-Viertel, ein regelrechter Mikrokosmos mit schrägen Hinterhöfen, wilden Gärten und den typischen Wohnhäusern mit den Outdoor-Wendeltreppen. Und die besten Bagels, die ich jemals gegessen habe, gibt es im St. Viateur Bagel Shop – ganz frisch aus dem Ofen. Köstlich!

Leihen Sie sich ein Fahrrad. Montreal ist ideal hierfür. Die etwas Faulen können sich ein e-Bike mieten. Fahren Sie vom Zentrum am Kanal entlang – hübsche Häuser und viel frische Luft. Und Sie trainieren möglicherweise wieder ein paar Pfunde ab, die bei all dem guten Essen schnell auf den Hüften sind (u.a. auch wegen der leckeren Bagels).

Hoch hinaus

Im Sommer 2016 öffnete der „Sommet Ville Marie“ seine Pforten. Hier gibt es den schönsten Ausblick auf die Stadt. Im 46. Stock eines Wolkenkratzers kann man Montreal im 360 Grad-Modus bewundern. Dazu gibt es Lehrreiches, Unterhaltsames und eine vielversprechende Gastronomie.

Wo übernachten?

Ich war diesmal im Renaissance direkt im Zentrum zu Gast. Wow, was für ein cooles Hotel! Bei meiner Ankunft spielte ein DJ in der Lobby (besser gesagt auf einer Empore über der Rezeption). Die Müdigkeit nach dem langen Flug war direkt wie weggeblasen. Überall schrille Farben, Bücher, Kunst und Sessel zum Fläzen. Eine coole Bar mit Restaurant mit einem herrlichen Frühstücksbuffet. Und das ziemlich gutaussehende Personal trägt weiße Hemden und enge schwarze Hosen mit Hosenträger – echt Klasse. Natürlich kostenloses und gut funktionierendes WLAN und ein gutes Gym – und ganz besonders haben mir die SCHWARZEN Bademäntel in den Zimmern gefallen, weiss hat doch jeder.

Tipps von Einheimischen:

Matilda Bosanac

In Kanada als Tochter kroatischer bzw. österreichischer Immigranten geboren und seit 28 Jahren in Montreal ansässig. Ich könnte Bücher über meine Heimatstadt schreiben, will mich aber auf meine persönlichen Highlights beschränken:

Von April bis November gibt es einen Fahrrad-Verleih namens Bixi. Die Fahrradwege sind leicht zu erkennen und Mietstationen gibt es in der ganzen Stadt. Einfach den Hinweisen folgen und los geht`s! Da ist das portugiesische Viertel East of The Main (St Laurent Boulevard) mit den farbenfrohen Häusern mit ihren Vorgärten. Im Stadtteil Le Plateau, östlich vom St. Denis Boulevard, finden Sie Häuser mit den typischen Wendeltreppen und Fenstern. Machen Sie einen Stopp in einem der vielen Gourmet-Läden und kaufen Sie etwas für ein Picknick ein. Chillen Sie im schönen Lafontaine Park, einem regelrechten Refugium. Es gibt einen schönen Teich mit Brunnen in der Mitte, der Radweg führt direkt dorthin. Wenn Sie Glück haben gibt es kostenlose Musikunterhaltung im Theatre Verdure gleich neben dem Teich. Genießen Sie meine geliebte Stadt und ihre Lebensfreude zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Übrigens gibt es in Montreal zahlreiche Festivals, so z.B. „Just for Laughs“ (ja, Sie werden sich kaputt lachen), die „Francofolies" und natürlich das international bekannte Jazz-Festival – alle ohne Eintritt zu zahlen! Das Leben ist schon gut...!

Kate Vouligny

Concierge im Renaissance Hotel

Sehr beliebt: Le Melk in der Rue Stanley – cooles buntes Ambiente!

Im Stil des London der 60er, gibt es in der Taverne Square Dominion in der Rue Metcalfe eine englische Karte („Hmmm, ist das wirklich gut ;-)“) und tolle Cocktails.

www.tavernedominion.com

Wie wäre`s mit japanischem Essen? Dann unbedingt ins Into Japanese Kazu auf der Rue Sainte-Cathérine Ouest. Sehr klein, Reservierungen sind leider nicht möglich. Also am besten etwas Zeit mitbringen.

Kanadische Designer? Werfen Sie einen Blick in die Boutique Off the Hook auf der Sainte Cathérine West, coole kanadische Mode!

Eine meiner neuesten Entdeckungen ist das Maison Cloakroom auf der Rue de la Montagne – handgemachte Luxuskleidung und sogar ein cooler Barber Shop!

Nicht immder das Gleiche? Dann empfehle ich das Three Monkeys auf der Rue Peel. Montrealer Kreativität!

Foto: Cooles Shopping in Montreal

Tipps von Einheimischen – Food & Co.

Andrée Boisvert

Commercial Director in der Montrealer Incoming-Agentur Misa Tours, empfiehlt folgende Restaurants:

Chez Lavigne, im St-Henri Distrikt (Montreal`s vormals ärmstes Viertel, das sich inzwischen zu einem wahren Hotspot entwickelt hat) - Chez Lavigne ist auf kreative Küche spezialisiert.

www.chezlavigne.com

Le H4C, auch in St-Henri.Etwas teuer, aber ein schönes Ambiente und tolle lokale Produkte.

www.leH4C.com

Lola Rosa es gibt gleich zwei Restaurants, das auf der RueDu Parc bietet vegetarische Gerichte und eine gute Auswahl an einheimischen Bieren an.

www.lola-rosa.ca

Pastaga auf dem St-Laurent Boulevard (etwas nördlich vom Mile-End-Viertel), - keine Pasta, wie der Name vermuten lässt – aber eine solide Küche mit lokalen und meist Bio-Produkten und einer interessanten Weinkarte

www.pastaga.ca

Kitchen Galerie, in der Nähe des Jean-Talon Market. Ein wahrer Evergreen!

www.kitchengalerie.com

La Tannerie, in Hochelaga-Maisonneuve. Brandneu! 4 bekannte Chefs haben sich zusammengetan – sagt doch alles, oder? Und Sie können Ihren eigenen Wein mitbringen – Prost!

https://www.facebook.com/Latanneriemtl/

Tourism Montreal hat eine super Webseite mit Blog und App.

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