Zandvoort - meine Tipps für erholsame Tage an der holländischen Küste

05.07.2019

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Hitze in Düsseldorf - auf nach Holland!

Ende Juni – eine erste Hitzewelle schwappt über die Republik. Was tun, um der Hitze zu entkommen? Na klar, auf zur holländischen Küste! Noch haben die Ferien in NRW nicht begonnen. Die Hoffnung, dass die Strände an der holländischen Nordsee noch nicht überfüllt sind, steigt. Wie seit so vielen Jahren fällt meine Wahl auf Zandvoort, auch "Amsterdam Beach" genannt. Schließlich ist die holländische Metropole nur 30 Autominuten vom Meer entfernt. Schnell die Tasche gepackt, Hotel gebucht und auf geht`s nach Holland (klingt irgendwie netter als "die Niederlande").

An diesem Montag herrscht erträglicher Verkehr, so ich dass mein Ziel in gut 2 ½ Stunden erreiche. Ist doch wunderbar, wie schnell man von Düsseldorf am Meer ist. Allerdings hat Zandvoort an diesem Tag auch 32 Grad C – aber ich tröste mich damit, dass die Luft hier viel besser als in meiner Heimatstadt ist.

Foto: Zandvoort ganz gemütlich...

Parkplätze sind in Zandvoort oft Mangelware, also auf ins Parkhaus im Ortszentrum. Zandvoort ist sehr überschaubar, so dass ich in fünf Minuten vor meinem Hotelchen stehe. Rezeption? Fehlanzeige. Im „The Sands“ muss man klingeln und hoffen, dass die Besitzerin schnell kommt, bei mir dauert es dann 20 Minuten. Die Dame möchte auch direkt das Geld für meinen kurzen Aufenthalt. Kreditkarten werden nicht akzeptiert, so was gibt`s auch noch. Und direkt die nächste Überraschung: „Frühstück gibt es von 9 bis 10 Uhr.“ Egal, zumindest passt das genau in mein morgendliches Timing. Also wuchte ich meinen Koffer über die schmalen Stiegen (hoffentlich sieht das niemand…) und öffne die Tür zu meinem Zimmerchen, das an diesem Tag einem Backofen gleicht. Schnell ausgepackt und ab zum Strand.


Foto: Klein und mit einem gewissen Charme - The Sands Hotel Zandvoort

Jugenderinnerungen werden wach. Schon als Kind war ich hier, dann oft in den 80ern und 90ern. Schließlich lässt Zandvoort sich wunderbar mit Amsterdam kombinieren, das ich mir diesmal allerdings spare. Ich will einfach nur ein paar Tage Ruhe und frische Luft und nicht den Trubel in den Straßen und Gassen der holländischen Metropole.

Der Strand von Zandvoort ist einfach der Hammer. Breit, mit feinstem Sand und sehr gepflegt. Schicke Beach-Bars reihen sich aneinander, und es herrscht Ende Juni noch nicht so viel Betrieb wie befürchtet.Tief durchatmen, den Sand zwischen den Zehen spüren und das erfrischende Wasser der Nordsee genießen. Das Leben ist wunderbar!

Foto: Das nenne ich einen super Strand!

Im Ort herrscht geschäftiges Treiben, Restaurants diverser Nationalitäten reihen sich aneinander. Und natürlich Frittenbuden, schließlich ist Holland „Pommes“-Land. Zum Abendessen setze ich mich auf die Terrasse des Café Mio – leckere Tapas, dazu ein kühler Vino und Leute gucken. Da vergesse ich glatt, dass ich später zurück in meinen kleinen Backofen muss.

Foto: Holland ohne Fritten? - Geht gar nicht.

Der nächste Morgen beginnt mit einem sehr guten Frühstück im „The Sands“. Die Besitzerin – eigentlich eine sehr charmante Dame – bemüht sich sehr um ihre Gäste. Überhaupt, die Lady hat Geschmack. Der Frühstücksraum ist ausgesprochen schick eingerichtet (mit einem eleganten Leuchter), so wie eigentlich das ganze Haus. Selbst in meinem 10 qm-Zimmer (mit Flachbildschirm und kostenlosem WLAN!) gibt es hier und da nette Details, nur halt wenig Platz.

An diesem Tag gibt es natürlich nur eins – ab zum Strand. Es ist wieder über 30 Grad warm, also "bewaffne" ich mich mit Sonnenmilch (bio und ohne Plastik bitte!), Strandtuch und Kappe und wandere den Strand entlang bis zu den Dünen. Touris brutzeln in der Sonne und in der FKK-Zone kann man wieder die schönsten Körper bewundern (*räusper*) – alles echt Leder! Hier und da liegen kleine Quallen am Strand, auch das ist typisch für die Nordsee. Macht nix, die tun ja nichts...!

Zeit für einen Kaffee. Das Tyn ist einer dieser schicken Strandpavillons. Viel junges Volk mit Laptop auf den Knien. Espresso mit Meerblick und ein kleiner Snack, wunderbar! Apropos Espresso: im Zentrum Zandvoorts habe ich direkt das Blue Zone Café entdeckt. Gillian und ihr Partner Bernie stammen aus Neuseeland und beziehen ihren Kaffee sogar aus „Down under“. „Als wir vor Jahren das erste Mal nach Zandvoort kamen, fanden wir nirgends guten Kaffee. Also beschlossen wir, unseren eigenen Coffeeshop hier aufzumachen,“ so Gillian. So einfach geht das. Mittlerweile sind die beiden seit ein paar Jahren jeweils für die Sommersaison hier. Und ich habe mein Stammlokal für meinen Koffeinschub und ein Pläuschchen gefunden, herrlich.

Foto: Vamos a la playa...

Am Abend gibt es nichts Schöneres als einen Bummel entlang der langen Strandpromenade mit den vielen schicken Häusern. Noch sind einige Stand-up-Paddler (ich muss das unbedingt mal probieren…) und Surfer auf dem Wasser, und die Sonne geht fett am Horizont unter. Dazu hat es sich angenehm abgekühlt, so dass auch die 2. Nacht in meinem Zimmerchen schlafreicher wird. Ich genehmige mir eine Riesenportion Pommes frites bei Het Plein Fast Food im Zentrum – und verspreche meinem Magen direkt, dass es am nächsten Tag wieder gesündere Kost gibt.

Foto: Super Idee - Kunst am Strand von Zandvoort, noch schöner bei Sonnenuntergang...

Foto: Ein paar Minuten später sah es dann so aus...!

Tags darauf gibt es einen regelrechten Temperatursturz. Von 32 auf 17 Grad, nicht schlecht. Darauf bin ich nun gar nicht eingestellt, aber egal – ich wollte ja vor der Hitze fliehen. Nachdem ich einen Parkplatz gefunden habe, spaziere ich am Strand entlang und setze mich ins Barefoot Cottage, was für eine tolle Idee! Hier ist es angenehm ruhig, ideal zum Chillen in cooler Atmosphäre und mit Blick auf die Nordsee. Ich bleibe auch direkt zwei Stunden hier sitzen und schaue aufs Meer. Ab und an kommt die Sonne durch, es ist jetzt angenehm warm. Dazu ein netter Service, der mich mit Tortilla-Chips mit Guacamole und frischen Säften versorgt – lekker eeten en Nederland! Tipp: mal italienisch im Barefoot Cottage essen und dabei das Rauschen der Wellen hören.

Foto: Tolle Aussichten im Barefoot Cottage, einem tollen Beach Club in Zandvoort

Ach ja – ich bin schon immer gut mit den Holländern klargekommen. Immer wieder hört man von Animositäten gegenüber den Deutschen, was ich so gar nicht bestätigen kann. Eine holländische Freundin meinte mal, ihre Landsleute fänden es arrogant, von den Deutschen immer auf Deutsch angesprochen zu werden. Seitdem mache ich das nur auf Englisch – und bestelle die Rechnung mit stolzgeschwellter Brust sogar auf Holländisch. Anschließende Konversationen in dieser sympathischen Sprache muss ich dann allerdings leider abbrechen. Aber wer weiß, vielleicht frische ich meine kargen Kenntnisse mal auf und ziehe irgendwann hierhin, wenn die Sommer in Düsseldorf unerträglich werden.

Foto: Wunderbar, diese Abendstimmung in Zandvoort

Gillian im Blue Zone sagt mir, dass die 32 Grad gestern eher die Ausnahme waren. Beruhigend! Und ihr Mann erzählt, dass Zandvoort 2020 Austragungsort für die Formel 1 sein wird, wie spannend! Dann muss sich allerdings dringend etwas in Sachen Hotels tun, denn richtig gute findet man hier kaum. Da gibt es das Palace und den CenterParc, beides Bausünden aus vergangenen Zeiten. Und selbst das NH Hotel haut mich nicht um. Also bleiben nur die kleinen Unterkünfte wie das „The Sands“. Aber halt – da gäbe es ja noch das The Beachhouse Hotel, ein neues kleines Hotel direkt am Strand mit eigenem Beach Club. Sieht richtig schick aus und wäre für meinen nächsten Besuch in Zandvoort eine Überlegung wert.


Foto: Das wird ja spannend - F1 in Zandvoort! - ©Zandvoort Marketing

Sollte man dann irgendwann doch Großstadt-Feeling vermissen, bieten sich Ausflüge nach Haarlem (20 Minuten mit dem Auto oder Zug) oder Amsterdam (30 Minuten) an. Vielleicht eher Haarlem, wenn man sich den Trubel in Amsterdam ersparen möchte. Typisch holländisches Ambiente mit Kanälen, putzigen Häuschen und natürlich vielen Cafés und Restaurants.

Foto: Amsterdam - diesmal nicht...

Ich wandere noch mal den Strandboulevard entlang, bevor es heim in den deutschen Backofen geht. Fazit: Zandvoort ist ideal, um für ein paar Tage eine frische Meeresbrise zu genießen. Die Monate Juli und August sollte man eher vermeiden, dann ist es einfach zu voll. Aber im September – oder auch sogar im Winter – hat dieses Örtchen auf jeden Fall auch seinen Reiz.

Foto: Putzig - das Rathaus von Zandvoort

Zandvoort kompakt...

Schlafen

The Beachhouse Hotel

Boulevard Barnaart 59E,
2041 JA Zandvoort,
Netherlands
+31 20 3337247
info@beachhouse.nl

The Sands Hotel

Burgemeester Engelbertsstraat 70
2042 KP Zandvoort
Nederland
+31 (0) 640209869
info@thesandshotel.nl


Foto: Glücklichmacher im Barefoot Cottage

Schlemmen

Barefoot Cottage

Strandweg 8 - Zandvoort

+31 23 571 6406

Café Mio

Kerkplein 6
2042 JH Zandvoort

+31 6 25100013

Blue Zone Espresso

Haltestraat 23c
2042LK Zandvoort

+31 6 58872114


Photo: Stay cool at Blue Zone Espresso - ©Bluezoneespresso

Het Plein Fast Food

Kerkplein 12
2042 JH Zandvoort
+31- 23- 5732625

Weitere Zandvoort-Infos findet Ihr hier.

Foto: Nur in Holland - die Autobahn wird kurz angehoben, um einem Schiff Durchfahrt zu gewähren (bei Amsterdam)


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