Wohin geht die Reise 2020?

14.12.2019

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Foto: Kanarische Fiesta auf der Insel Fuerteventura - ©Patronato de Turismo de Fuerteventura.

Wohin geht die Reise 2020?

Sieben von Trendforschern ausgemachte Reisetrends für das neue Jahr, wobei sich krasse Gegensätze wie Umweltbewusstsein und Kreuzfahrten nicht gegenseitig ausschließen.

Ich habe mir die folgenden Trends während eines Kurzaufenthaltes auf der Kanareninsel Fuerteventura angeschaut und direkt nach einigen Beispielen gesucht.

  • Einheimische kennenlernen
  • Green Travel
  • Selfness – das bessere Ich
  • Digital Detox
  • Erlebnisreisen
  • Undertourism
  • Kreuzfahrten

Foto: Blick auf den Strand am Gran Hotel Atlantis Bahía Real und die Insel Lobos

1. Einheimische kennenlernen

Zauberwort „meet the locals“ – lerne Einheimische kennen, anstatt dich zwei Wochen lang nur in zumeist künstlichen Hotelwelten zu bewegen.

Lokale Feste wie der „día canario“ (kanarischer Tag) im Mai, die Fiesta del Carmen im Juni oder die Fiesta Blanca im April sind auf Fuerteventura wunderbare Gelegenheiten hierfür. „Der „dia canario“ ist perfekt, um mit den „Canarios“ zu feiern – wenn man offen ist und nicht nur Zuschauer sein möchte. Egal, ob du Spanisch sprichst oder nicht, hier kommst du schnell mit Einheimischen aller Generationen beim Feiern in Kontakt. Stürz dich einfach in den kanarischen Trubel und schau nicht auf die Uhr“, empfiehlt Thomas Fehrs, PR-Manager im Suite Hotel Atlantis Fuerteventura Resort**** in Corralejo. Fehrs stammt aus Norddeutschland und lebt seit über 20 Jahren auf der Insel, kennt sie fast wie seine Westentasche. Mit seinen Gästen spaziert er abends schon mal in den ehemaligen Fischerort Corralejo und zeigt ihnen typische Bars, die nicht unbedingt immer von Touristen aufgesucht werden.

Foto: Thomas Fehrs vom Suite Hotel Atlantis Fuerteventura Resort, sozusagen ein deutscher "Canario"

Oder man isst zu Hause bei Einheimischen anstatt in einem Restaurant, schaut mal auf eatwith.com (gibt es bislang noch nicht auf Fuerteventura, dafür aber an vielen Orten weltweit). Meine Blogger-Freundin Rike Hublé kocht gerne für fremde Gäste in Köln (und sehr lecker). Gut essen, neue Leute kennenlernen und anregende Gespräche.

2. Green Travel

Studien wie z. B. die FUR Reiseanalyse zeigten, dass ein Großteil deutscher Reisender an nachhaltigen Reisen interessiert ist. Die sogenannte Flugscham hat ihren Ursprung in Skandinavien (Greta lässt grüßen) und lässt immer mehr Menschen weniger oft in den Flieger steigen und stattdessen den Zug nehmen. Aber die meisten Ziele sind nun mal nur mit dem Flugzeug zu erreichen.

Und schließlich umfasst Nachhaltigkeit nicht nur die Anreise, sondern auch z. B. den Umgang mit der Natur in den Hotels. „Das Gran Hotel Atlantis Bahía Real hat eine ganze Reihe an Ökozertifikaten, Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen ist ein großes Thema für uns. Dies bedeutet nicht nur ein verantwortungsvolles Recycling und einen sauberen Strand, sondern auch vorzugsweise lokale Produkte und – soweit möglich – einheimische Hotelangestellte. Und wir haben ein ganz ambitioniertes Ziel – 2021 soll unser Hotel komplett plastikfrei sein,“ sagt Mirella Rodriguez, im Gran Hotel Atlantis Bahía Real*****GL auf Fuerteventura für Qualitätskontrolle zuständig.

Foto: Mirella Rodriguez bei der Arbeit im Gran Hotel Atlantis Bahía Real

„Unsere deutschen Gäste interessieren sich ganz besonders für dieses Thema. Und die TUI ist sicherlich der führende Veranstalter, wenn es um Nachhaltigkeit geht.“ Weitere Infos zu den zahlreichen Zertifikaten des Luxushotels gibt es hier. Und für diejenigen, die doch noch öfter in den Flieger steigen, gibt es zumindest eine Möglichkeit, den CO2-Ausstoß zumindest teilweise zu kompensieren. Portale wie Flyla und atmosfair unterstützen mit ihren Einnahmen weltweite Projekte zum Klimaschutz.

Foto: Eines der vielen Qualitätssiegel des Gran Hotel Atlantis Bahía Real

3. Selfness - das bessere Ich

Wellness hat sich mittlerweile seit einigen Jahren als Trend fest etabliert. Inzwischen gehen viele einen Schritt weiter – ganzheitliche Optimierung von Geist und Körper mit Fitness, Ernährung und Entspannung. Kurzum: Selbstoptimierung.

Foto: Meditation am Strand bei Sonnenuntergang - Selfness pur

„Viele unserer Gäste fragen nicht einfach nur nach Massagen, sondern erwarten eine komplette Lifestyle-Beratung mit Ratschlägen für ihr tägliches Leben. Detox und natürliche Produkte (wie z. B. Salz von der Insel, das wir für unser Körperpeeling verwenden) sind hierbei vor allem für ältere Gäste sehr wichtig.“ sagt Verónica Puch, Spa-Direktorin im Gran Hotel Atlantis Bahía Real. „Unser Spa Bahía Vital komplettiert die Behandlungen perfekt – man blickt auf den Atlantik, während ein Wasserschwall wohltuend auf den Rücken prasselt. Verbinde dich mit der Natur, das Einfache bereichert dich,“ so Verónica. "Ein Selfness-Tag wird komplett mit Yoga bzw. Yogalates (einer Mischung aus Yoga und Pilates) in unserem Gym." Ich habe mir nach einem Workout eine Hot-Stone-Massage bei Noelia im Gran Hotel Atlantis Bahía Real gegönnt - himmlisch!

Foto: Verónica Puch im preisgekrönten Spa "Bahía Vital"

Wem das noch nicht reicht, der kann im Tennis College Fuerteventura bei Coach Jörg Linden Tennis lernen (oder seinen Aufschlag verbessern). Oder sich beim Surfen versuchen. Oder in Corralejo Spanisch lernen. Oder einfach nur am Strand sitzen - ohne Handy - das Meer beobachten und den Sonnenuntergang hinter den mystischen Vulkanen von Fuerteventura. Besser geht´s kaum.

Foto: Magische Stimmung beim Sonnenuntergang auf Fuerteventura

Foto: Früh übt sich - Tennis mit Trainer Jörg Linden im Tennis-College Fuerteventura

4. Digital Detox

Der Gegentrend zu ständigen Selfies und Fotos auf Instagramdigitales Entgiften. Mehr Zeit für sich und die Familie haben, mal wieder analog anstatt digital miteinander kommunizieren. Inzwischen gibt es sogenannte Detox Retreats und Digital Detox Camps. Fast schon eine Entwöhnungskur, die man all den handysüchtigen Plappermäulern verschreiben sollte.

Foto: Weg mit dem Ding!

5. Erlebnisreisen

Raus aus dem Alltagstrott und auch im Urlaub mal etwas mehr unternehmen als nur faul am Strand zu liegen. Aber alles natürlich schön sicher, versteht sich. Es muss ja nicht gleich die Besteigung eines 8000ers im Himalaya sein (entwickelt sich eh langsam zu einer Art von „overtourism“) – ein individueller Inseltrip per Jeep auf Fuerteventura reicht auch schon. Andreas Caliman lebt seit vielen Jahren auf der Insel und ist ein richtiger „Canario“. Meist barfuß, mit blondem Zopf und in einem knallgelben Bully zeigt er seinen Gästen die Hotspots der Insel, ganz individuell und maßgeschneidert. Kraxelt mit ihnen auf die imposanten Vulkane, fährt in entlegene Fischerdörfer und weiß, wo es den schönsten Sonnenuntergang gibt. Wem das noch nicht reicht, der besucht die beinahe unbewohnte Insel Lobos – einen Felsklotz im Atlantik, der fast überall von Corralejo aus zu sehen ist.

Meine Berichte über eine Inseltour und einen Ausflug nach Lobos findet Ihr hier.

Foto: Ein richtig cooler Typ, dieser Andreas Caliman

Foto: Lobos - die Magie einer unbewohnten Insel

6. Undertourism

Viele Städte leiden unter dem Ansturm der Touristen. Venedig ist das vermutlich krasseste Beispiel, aber auch in Amsterdam, Barcelona, Dubrovnik, Palma de Mallorca und auf Santorin sieht es während der Hochsaison nicht besser aus. Touristenmassen quälen sich bei Hitze durch enge Altstadtgassen und verdrängen die Einheimischen. Der Gegentrend zum sogenannten „overtourism“ ist die Entdeckung von z. B. Zweitmetropolen, die weniger im Rampenlicht stehen oder natürlich von Destinationen, die alles andere als überlaufen sind. So steht das eher beschauliche Bonn bei TripAdvisor auf Platz 5 im Städte-Ranking – kein Wunder, wird 2020 doch der 250. Geburtstag von Beethoven in seiner Heimatstadt gefeiert. Wer es exotisch mag, reist nach Grönland, Gambia oder Kasachstan (um nur einige Beispiele zu nennen) oder eben außerhalb der Hochsaison auf die Insel Fuerteventura. Ich hatte Strand und Meer in Corralejo am 1. Dezember fast für mich allein, einfach herrlich. Und wer dann noch das Innere dieser eindrucksvollen Insel besucht, wird nicht in Touristenschwärme geraten – versprochen!

Foto: Am 1. Dezember hatte ich die Dünen von Corralejo fast für mich allein!

7. Kreuzfahrten

Ein ganz unsäglicher Trend aus meiner Sicht und das Gegenmodell zu Punkt 4. Meine Kritik an Kreuzfahrten wird vielen Kollegen und Kolleginnen aus der Tourismusbranche nicht gefallen – aber sorry, ich kann fast nichts Gutes an diesem Produkt finden. Ok, Frachtschiffe sind die noch viel größeren Umweltsünder auf den Weltmeeren, aber müssen deswegen auch noch jedes Jahr zig neue Kreuzfahrtriesen auf die Ozeane gelassen werden? Schwimmende Städte mit Platz für über 6000 Menschen, denen in zwei oder drei Wochen aller möglicher Komfort geboten wird. Mal abgesehen von all dem Treibstoff (auch wenn immer wieder beteuert wird, dass die Ozeanriesen „umweltfreundlicher“ werden) – müssen z. B. ja auch all die vielen Nahrungsmittel für die üppigen Buffets wochenlang gekühlt und all der Abfall entsorgt werden. Erst kürzlich wurde ein US-amerikanisches Kreuzfahrtunternehmen zu einer Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt, weil es Abfälle im Meer entsorgt hat. Einfach nur widerlich. Und was Kreuzfahrten für eine Stadt wie Venedig anrichten, will ich gar nicht erst ansprechen. Kurzum – für mich ein „no-go“. Dieser Trend steht in krassem Gegensatz zu Trend 2, leider.

Mein Fazit: Natürlich sollten wir auch in Zukunft reisen, schließlich erweitert es den Horizont, unterstützt die Bevölkerung auch in armen Regionen und tut einfach gut. Auch hier hilft es aus meiner Sicht, auf ein paar Dinge zu achten – wir müssen nicht jedes Jahr zum „Christmas Shopping“ nach New York fliegen. Und können schon die Hotels, die wir buchen, genauer unter die Lupe nehmen (Stichwort Nachhaltigkeit). Mal die ausgetretenen Pfade verlassen, Neues entdecken und sich von Einheimischen inspirieren lassen.

In diesem Sinne: viel Spaß auf euren Reisen 2020!

Foto: Coco Bahía Chillout im Gran Hotel Atlantis Bahía Real

Foto: Auch eine Art von Selfness, oder?

Foto: Entspannung in grandioser Natur - Bergpanorama in Engelberg/Schweiz, Artikel demnächst auf meinem Blog.


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