Zum Verlieben schön - eines der besten Design-Hotels in London

06.07.2017

Das COMO Metropolitan London – eine urbane Oase mitten im quirligen London

So sehr ich London mag – Geschäftsreisen in die britische Hauptstadt können ziemlich anstrengend sein. Eine lange Anreise vom Flughafen Heathrow, endlose Meetings und oft noch die Rückreise am selben Abend, Verkehrsstaus inclusive. Dieses Mal habe ich meinen Aufenthalt einfach um eine Nacht im COMO Metropolitan London verlängert – im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung. Dieses coole Haus liegt an der Park Lane, direkt gegenüber vom Hyde Park, der grünen Lunge der Stadt. Die geschäftige Oxford Street ist nicht weit, und in der eleganten Nachbarschaft gibt es zahlreiche nette Bars und Restaurants. Das 1997 eröffnete und 2015 renovierte Como Metropolitan hat so gar nichts mit den älteren Traditionshotels in dieser Gegend zu tun. Mit seinem frischen und unaufdringlichen Design hebt es sich wohltuend von den in die Jahre gekommenen Häusern ab. Viel Licht in der Lobby, viel Weiß und schicke Möbel in unaufdringlichen Farben. Alles minimalistisch, das Auge wird nicht überfordert. Und dazu kommt äußerst freundliches und hilfsbereites Personal – kurzum, perfekt für London-Besucher, die einen erholsamen Aufenthalt in schicker Umgebung verbringen möchten.

Foto: Empfang in weiß

Puristisch und gleichzeitig einladend

Eine gute Fee begleitet mich in meine 47 qm große Park-Suite (wem das immer noch nicht genug ist – es gibt drei sogenannte „Signature“-Suiten mit bis zu 77 qm Größe). Bis zum Boden reichende Fenster bieten einen tollen Ausblick auf den Hyde Park. Nichts ist überladen, kaum überflüssiger Schnickschnack. Und dennoch oder gerade deshalb fühlt man sich hier direkt wohl. Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist diese Suite genau richtig. Falls man doch noch die eine oder andere e-mail versenden oder direkt Fotos auf Facebook einstellen will – WLAN funktioniert einwandfrei und ist selbstverständlich kostenlos. Mit großer Freude entdecke ich eine Nespresso-Maschine und viele gesunde (aber nicht nur...) Leckereien in einer Schublade, die zur Minibar gehört. Coole Idee! – Ich entscheide mich für ein schnelles Workout im gut ausgestatteten Gym, gehe anschließend eine Kleinigkeit in nächster Nähe essen und beschließe den Abend mit einem wunderbaren Spaziergang im Hyde Park. Nach diesem ereignisreichen Tag und in absoluter Ruhe schlafe ich wunderbar durch. Am nächsten Morgen entdecke ich Yoga-Matten in meinem Schrank – und sehe, dass es einen eigenen TV-Kanal für Meditation und Yoga gibt. Ich bin begeistert. Leider habe ich diesmal keine Zeit hierfür, aber das ist ja u.a. ein Grund für einen erneuten Aufenthalt im COMO Metropolitan London.

Foto: Ein diskreter Blick ins Schlafzimmer meiner Park-Suite - KHL

Ein himmlisches Frühstück im NOBU Restaurant

Wie gewohnt nehme ich mir viel Zeit für das Frühstück – die wichtigste Mahlzeit des Tages für mich. Im NOBU Restaurant blickt man direkt auf den Hyde Park, und es gibt mal KEIN Buffet. Eine ganze Armada junger Damen wartet schon darauf, die Gäste mit Leckereien zu verwöhnen. Ich bekomme zunächst ein Glas mit grünem Inhalt. Dieser Smoothie nennt sich „Lean and Clean Greens“ und soll angeblich beim Muskelaufbau helfen, die Energie steigern und den Körper entgiften. Da bestelle ich doch direkt ein zweites Glas! Was ist in dem grünen Zeug? Apfel, Fenchel, Gurke, Spinat, grüner Pfeffer, Sellerie, Sonnenblumenkerne, Macadamianüsse und Spirulina-Pulver. Geht`s noch gesünder? Kaum zu glauben, aber dieser Smoothie schmeckt auch. Es folgt frisches Obst, Vollkorntoast und ein pochiertes Ei mit Avocado, Bohnen, Broccoli und Spargel . Grüner geht`s nicht an diesem Morgen! OK, ich probiere auch die leckere Bio-Marmelade. Und das alles ohne klapperndes Geschirr oder anderen Lärm – hier könnte ich jetzt Stunden sitzen! Ach ja, wer es nicht so gesund mag, kommt im NOBU natürlich auch auf seine Kosten ;-).

Foto: Going green - der gesunde Teil meines Frühstücks - KHL

Die wilden 90er

Zeit für einen Rundgang durch das COMO Metropolitan London. Ich schaue mir zunächst die MET Bar an. In den 90ern war das DER Szene-Treffpunkt in London, die A-Promis kippten hier ihren Champagner und feierten bis in die frühen Morgenstunden. „Seinerzeit war die Bar nur für exklusive Mitglieder wie z.B. Kate Moss, Naomi Campbell (ob die sich hier geprügelt hat...?), die Gallagher-Brüder oder Boris Becker geöffnet“, so Kate Richards, die charmante PR-Dame des Hauses. Ach ja, Boris – im COMO Metropolitan London hat er übrigens auch in einer Abstellkammer sein Töchterchen Erma produziert, die Geschichte ist ja legendär. Das waren dann vermutlich ein paar Drinks zu viel für unser "Bobele". Heute ist die MET Bar immer noch cool, aber es geht eher ruhig und gediegen zu. Sicherlich kann man hier und da immer noch einen Promi entdecken, ohne den Lärm wie in den 90ern.

Foto: Eines der Hotel-Highlights, die MET Bar

Mehr als ein Spa – vielmehr eine holistische Erfahrung

Sich wohlfühlen mit allen Sinnen ist eines der Merkmale des COMO Metropolitan London. Mal schauen, ob der Slogan „If you stay with us, you feel better“ zutrifft. Im ebenfalls puristischen Hotel-Spa kann man ein breites holistisches Konzept genießen. Spa-Managerin Corinna weiß alles über Wellness und die 13 COMO-Hotels (darunter atemberaubende Resorts auf Bali und den Malediven). Ich entscheide mich für eine 60minütige Ganzkörper-Massage, die mir Ilie aus Rumänien verpasst. Er bearbeitet jeden Muskel und hat direkt ein Händchen für die Schwachstellen. Nach der Stunde unter seinen magischen Händen fühle ich mich gleich ein paar Jährchen jünger. Man kann zwischen sechs verschiedenen Ölsorten wählen – beruhigend oder anregend. „In unseren Hotelgerichten verwenden wir Kräuter anstatt Salz und Industrieprodukten“ erklärt Corinna. Gut so! Ich entdecke sogar noch einen Yoga-Raum. Personal Trainer können hier für fast alles gebucht werden, inklusive „Mind Experts“ und „Energy Healers“. „Achtsamkeit ist ganz wichtig für uns. Körper und Geist müssen einfach miteinander harmonieren.“ Wohl wahr, liebe Corinna – auch wenn es nicht immer einfach ist.

Foto: Corinna und Ilie - die guten Seelen im Spa - KHL

Foto: Ein köstlicher Ingwer-Tee nach der Massage - KHL

Von der Fashion- zur Design-Queen

Das gesamte Konzept wurde von Christina Ong, der Gründerin der COMO-Gruppe, erfunden. Diese Lady aus Singapur war einst als „Queen of the Bond Street“ bekannt, bevor sie glücklicherweise von der Mode- in die Hotelbranche wechselte. „Ich bin nach wie vor an ganz einfachen Prinzipien interessiert – gutes Design, passionierter Service, die Verpflichtung zu wirklich gutem Essen und Wellness, die die Lebensqualität erhöht.“ Da stimme ich der resoluten Dame zu. Das alles findet man denn auch im COMO Metropolitan London.

Foto: Perfektes Design in der Lobby-Lounge

Kein Wunder, dass ca. 60% der Hotelgäste London-Touristen sind (obgleich das Hotel über sehr gute Meeting-Räume verfügt). Die Raten beginnen bei 405 GBP pro Nacht (ohne Frühstück, inklusive Steuern) für ein Metropolitan City-Zimmer und bei 775 GBP für eine der wunderbaren Park-Suiten (ebenfalls ohne Frühstück, inklusive Steuern). Nicht ganz preiswert, aber schließlich sind wir in London. Während meines kurzen Aufenthaltes habe ich kein Haar in der Suppe entdeckt – ich kann das COMO Metropolitan London ruhigen Gewissens für den nächsten London-Trip empfehlen.

Weitere Infos auf comohotels.com/metropolitanlondon

Meine persönlichen Tipps für London findet Ihr hier.

Foto: Residieren wie die Queen - eine der "Signature"-Suiten im COMO Metropolitan London

Foto: Kate Richards, die charmante PR-Managerin des Hauses - KHL

Foto: Cool - leckere Snacks aus der Schublade! - KHL

* Alle nicht mit "KHL" gekennzeichneten Fotos wurden mir freundlicherweise von der Hotelleitung überlassen.


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