Hotel am Steinplatz - eine Berliner Hotel-Legende

15.03.2018

Foto: Berlin-West an einem sonnigen, aber eisig kalten Februartag - KHL

Top-Hotels in Berlin - die Qual der Wahl

In den letzten Jahren hat die Berliner Hotelszene ordentlich zugelegt. Und das Schöne: in der Hauptstadt kann man immer noch relativ preiswert übernachten, auch in den schicken 5-Sterne-Schuppen. Bei meiner Suche nach einer adäquaten Unterkunft für eine kurze Dienstreise stieß ich immer wieder auf das Hotel am Steinplatz, ein Haus der sogenannten „Autograph Collection“, das in den einschlägigen Hotel-Portalen mit allerbesten Bewertungen beeindruckt. Also ruckzuck die Freitagnacht für 136 EUR (ohne Frühstück) gebucht und mit hohen Erwartungen ab nach Berlin. Um es gleich vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht.

Foto: Am Hoteleingang zeigt sich Berlin von einer seiner schönsten Seiten - KHL

Schönstes Haus in Berlin?

Ein Jugendstilbau aus dem Jahre 1907 (laut Hotel-Webseite der schönste in ganz Berlin) und mitten im noblen Charlottenburg. Zum Kudamm geht man gerade mal 15 Minuten. Das Hotel am Steinplatz wartet mit viel Geschichte auf. In den fulminanten 20ern war das Haus bereits beliebter Treffpunkt der Schickeria, vor allem bei russischen Adligen. Auch in den 50er und 60er Jahren gingen die Promis hier ein und aus - von Brigitte Bardot über Romy Schneider und Alain Delon bis hin zu Luciano Pavarotti und später auch Günther Grass, um nur einige zu nennen. Dann stand der nach den Plänen des Architekten August Endell errichtete Prachtbau lange leer, bevor ein Großinvestor einen hohen Millionenbetrag in das Gebäude steckte. Der Aufwand hat sich gelohnt – das 2013 (wieder) eröffnete Haus ist ein kleines Schmuckstück und verdient das Prädikat Design-Hotel.

Foto: Ein wahres Prachtstück - Nouvel Art am Eingang zum Restaurant - KHL

Welcome to the 20s

Modernes Ambiente gepaart mit dem Stil der 20er, überall sind Fotografien und Drucke aus dieser turbulenten Zeit zu sehen. Begrüßung durch das außerordentlich freundliche Personal in der kleinen Rezeption, von der man schnurstracks in die heimelige Lobby mit vielen interessanten Kunst- und Designbildbänden in einen begrünten Innenhof (auf neudeutsch "Courtyard") geht. Hier kann man unter einem Dach auch im Winter beinahe "al fresco" speisen.

Foto: Schon schön, der "Courtyard"!

Service stimmt

Ich bin für das Mittagessen zu spät dran und muss mich mit der kleinen Speisekarte in der Bar begnügen. Als Fast-Vegetarier ist man hier nicht so gut bedient, es bleiben – außer Fisch – nur drei verschiedene Sorten Pommes Frites mit diversen Dips. Die sind allerdings köstlich und halten locker bis zum Abend vor. Ich hatte mir allerdings auch ein etwas gesünderes Lunch vorgestellt. Nun gut. Der Kellner macht die lange Wartezeit durch einen freundlichen Service wett und lädt mich zum Espresso ein. Vermutlich hat er mein etwas langes Gesicht diskret zur Kenntnis genommen. Gefällt mir!

Foto: Art Déco vom Feinsten! - KHL

Schöner schlafen im Hotel am Steinplatz

Mein Zimmer (eines von insgesamt nur 87, verteilt auf fünf Etagen) entspricht dem hohen und eleganten Standard des Hauses. Art Déco in perfekter Kombination mit moderner Eleganz. Mit Freude finde ich Bügeleisen und –brett vor (in deutschen Hotels nicht unbedingt immer vorhanden), so kann ich noch mal schnell den Anzug für die Abendveranstaltung in Form bringen. Gleichfalls cool: die Regendusche und Fußbodenheizung im Bad. Im Zimmer beeindruckt mich – wie im ganzen Haus – der schicke Leuchter über meinem Bett. Und - ich schlafe hier wie ein Murmeltier, obwohl sich der Steinplatz direkt unter meinem Zimmerfenster befindet.

Foto: Blick in eine der schicken Suiten - mein Zimmer war ähnlich eingerichtet

Ein weiteres Highlight des Hotels am Steinplatz sind (eine preisgekrönte) Bar und Restaurant. Letzteres konnte ich leider nur zum Frühstück testen. Schickes Ambiente mit einer raffinierten Beleuchtung, wieder auffallend freundliches Personal und ein ordentliches Buffet. ich versuche so gesund wie möglich zu essen und zu trinken (viel Obst, leckere Smoothies), um die "Pommes"-Sünde vom Vortag auszugleichen. Wird vermutlich nicht klappen, aber egal. Und wie so oft bleibe ich regelrecht kleben, um mein Frühstück zu zelebrieren - natürlich mit einem köstlichen Espresso.

Foto: Frühstück mit Blick in die offene Küche - KHL

Spa beim nächsten Mal...

Für Spa und Gym blieb nur Zeit für einen kleinen Blick. Hoch über den Dächern Berlins und auf zwei Etagen verteilt, mit finnischer und Bio-Sauna sowie einem kleinen Gym mit modernen Technogym-Geräten. Es kommt nicht oft vor, dass ich ein Hotelgym verpasse, diesmal ist es leider so. Das Workout im Hotel am Steinplatz hebe ich mir dann für einen Berlin-Besuch im Sommer auf.

Fazit: Das Hotel am Steinplatz kommt direkt auf die Liste meiner Lieblingsstadthotels. Und das will nun wirklich etwas heißen!

Foto: Einfach mal nach oben schauen - lohnt sich! - KHL

Foto: Edles Understatement in der Bar am Steinplatz


Foto: Blick ins Conservatory Restaurant gleich neben dem Innenhof

P.S. Alle nicht mit "KHL" gekennzeichneten Fotos wurden mir freundlicherweise von der Hotelleitung zur Verfügung gestellt.


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